Montag, 28.04.2008 | Autor: heihec

Kostenvoranschlag grundsätzlich kostenlos

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News: Kaum lässt sich die Sonne wieder blicken, bringen viele Deutsche Wohnung und Garten auf Vordermann. Doch nicht alles kann selbst gemacht werden. Für manche Reparaturen oder Modernisierungen wird ein Fachmann benötigt. Vor der Vergabe eines aufwändigen Auftrags empfiehlt die Verbraucherzentrale Brandenburg einen Preisvergleich auf der Basis eines Kostenvoranschlags.

Eine Verbraucherin holte Kostenangebote für eine neue Haustür bei verschiedenen Anbietern ein. Doch als sie den Auftrag dann vergab, stellte ein unterlegener Handwerker verärgert die Kosten für den Kostenvoranschlag in Rechnung - die Frau sollte für den Berechnungsaufwand zahlen.

Abgabe des Angebots ist freiwillig

"Eine Rechnung für den Kostenvoranschlag ist grundsätzlich unzulässig und sollte nicht bezahlt werden", rät Andreas Baumgart von der Verbraucherzentrale Brandenburg.

Kostenvoranschläge sind kostenfrei und die Abgabe eines Angebots ist freiwillig. Deshalb müssen Kostenvoranschläge nur gezahlt werden, wenn das vorher ausdrücklich vereinbart wurde. Begründend verweist der Verbraucherschützer auf das Bürgerliche Gesetzbuch § 632 Absatz 3 BGB.

"Erscheint dem Handwerker der Aufwand ohne vorherige Zusage des Auftraggebers als zu hoch, kann er den Auftrag auch ablehnen oder vorab eine Vergütung mit dem Auftraggeber vereinbaren, die dann bezahlt werden muss", so der Verbraucherschützer.

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 meineimmobilie.de-Tipp


Nicht nur beim Renovieren und Modernisieren sollte ein Kostenvoranschlag eingeholt werden, auch beim Bauvorhaben. Der Bauherr sollte auf jeden Fall bei allen Kosten den Überblick behalten - sonst kann die eigene Immobilie schnell zur Schuldenfalle werden.