Montag, 20.07.2009 | Autor: Bernhard Metzger/mb

Baukosten für die Immobilie

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Bei einem Architektenhaus lassen sich die Baukosten in der Regel nur grob kalkulieren. Nur, wer auch schon die Ausstattung festlegt, geht relativ sicher.

Bereits kleine Veränderungen können eine Immobilie um 50 Prozent verbilligen - je nachdem, ob eine aufwändigere oder eine einfachere Ausstattung gewählt wird. Nach Möglichkeit sollte mit dem Bauunternehmer und Architekten ein Festpreis für das Haus abgeschlossen werden. Ganz wichtig: Referenzen geben lassen. Seriöse und gute Architekten und Bauunternehmer haben für diese Frage Verständnis und stellen die Kontakte her.

Das billigste Angebot muss nicht immer das beste sein. Zwar hat der Bauherr nach der VOB (Verdingungsordnung für Bauleistungen) Anspruch auf Beseitigung der Baumängel, doch was nutzt das, wenn das Bauunternehmen selbst knapp bei Kasse oder bereits insolvent ist. Dann sind gerichtliche Auseinandersetzungen die Folge und bis der Bauherr dann an sein Geld kommt (weil er andere Bauunternehmen beauftragen musste), kann es Jahre dauern.

Baunebenkosten

Unter den Baunebenkosten sind alle Honorarkosten von Architekten, Bauingenieuren, Statikern und gegebenenfalls auch Gutachtern zusammengefasst. Auch die Prüfung und Bauabnahme durch kommunale Behörden ist Bestandteil.

Die Kosten für die Außenanlagen dürfen nicht unterschätzt werden. Dazu zählen nicht nur die Anlage des Gartens, sondern vor allem Wege, Parkplätze, Zäune und Grundstücksmauern, Entwässerungsleitungen, Sickergruben für Regenwasser und alle Anschlüsse der Versorgungsleitungen zum Objekt hin.

Bezahlung der Außenanlagen

Gepflasterte Wege oder Terrassen beziehungsweise weit überhängende Dächer sind nicht nur in der Erstellung teurer, sondern auch bei den Regenwasser- und Abwassergebühren, denn diese richten sich in der Regel nach der überbauten Fläche. Deswegen sind auch Sand- oder Kieswege bei der Berechnung der Gebühr in der Regel günstiger. Da viele Gemeinden inzwischen Luftbilder zur Berechnung der Gebühren einsetzen, kann kaum noch geschummelt werden.

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Dipl.-Ing. (FH) Bernhard Metzger ist freier Sachverständiger für Schäden an Gebäuden, Mitglied im LVS, BGDS und BBauSV und Autor einschlägiger Fachliteratur.
Bernhard Metzger

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Sie sollten in der Vorplanung vor allem besonders viel Wert auf die Bauleistungsbeschreibung und die genaue Ausschreibung legen. Je genauer Sie hier arbeiten, desto besser können Sie die Baukosten kalkulieren.