Dienstag, 28.01.2014 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © Marccophoto - Fotolia.com

Wie Sie mit richtigem Heizen und Lüften Schimmel vermeiden

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Worum geht´s
  • Sorgfältig heizen und lüften - aber richtig
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Die Energiepreise steigen und steigen. Deswegen wollen gerade hier immer mehr Immobilienbesitzer sparen. Doch wie bekommen sie das hin: Bringt es was, nachts einfach die Heizung runterzudrehen? Wie oft und wie lange muss täglich gelüftet werden und was ist eigentlich die ideale Raumtemperatur?

 

Diese leicht nachvollziehbaren Praxis-Tipps helfen, richtig zu heizen und zu lüften, um damit am Ende Geld zu sparen.  

Energiesparen wollen alle, aber leider weiß keiner so richtig, wie es funktioniert. Deswegen erklärt der Verband Privater Bauherren in einer aktuellen Pressemeldung den richtigen Umgang zum Heizen und Lüften in der eigenen Immobilie.

Dabei kommt es nicht allein aufs Energiesparen an, sondern darauf, was für das konkrete Gebäude am besten ist. Ideal sind Temperaturen, bei denen das Bauwerk keinen Schaden nimmt und Schimmel keine Chance hat. Zudem ist ein gesundes Raumklima das Beste für die Bewohner. 

Gegen zu viel Feuchtigkeit hilft Lüften und Heizen

Zu viel Feuchtigkeit verursacht Schimmel. Das Hauptproblem dabei ist der Mensch, denn er verdunstet Wasser, selbst wenn er schläft.

Beim Duschen und Kochen kommen zudem noch ein paar Liter hinzu. Experten gehen pro Tag von durchschnittlich 3 Liter Wasser aus, die ein Mensch an die Raumluft abgibt.

Auch Haustiere, Pflanzen in Hydrokultur und im Wohnraum trocknende Wäsche verschlechtern die Feuchtigkeitsbilanz. Da jeder Kubikmeter Luft im Raum bei 20 Grad nur maximal 17 Gramm Wasser binden kann, ist es in einem normalen Schlafzimmer nicht möglich, einen Liter Wasser zu binden.

Kalte Schlafzimmer bergen eine Schimmelgefahr 

Wer gerne kalt schläft, verschärft das Problem. Hinzu kommt noch: Selbst direkt nach dem Lüften ist die Raumluft ja auch nicht trocken!

Wird die Raumluft beim Lüften etwa durch Außenluft von Null Grad und 50 Prozent relativer Feuchte ersetzt, so enthält diese Luft immer noch rund 2,5 Gramm Wasser pro Kubikmeter, die dann meistens in die Bettwäsche, Gardinen, Böden und Wände oder auch Möbel ziehen.

Beim Kampf gegen Schimmel ist morgendliches Lüften ein Muss

In Häusern ohne automatische Lüftungsanlage ist es wichtig, dass morgens gründlich gelüftet und anschließend geheizt wird, damit die Luft wieder erwärmt und die feuchten Bauteile oder die Bettwäsche austrocknen können.

Völlig falsch wäre es, morgens nach dem Lüften die Heizung im Schlafzimmer abzustellen. Dann kommt es an den Oberflächen in kühlen Bereichen zu Kondensatfeuchte und Schimmel. Dabei muss nicht einmal flüssiges Wasser entstehen.

Beträgt die relative Luftfeuchte vor einer kühlen Wandoberfläche nur 80 %, so reichen die Bedingungen für das Auskeimen von Schimmelpilzsporen schon aus. 

Die richtige Raumtemperatur: 20 Grad rund um die Uhr sind ideal

Der Bausachverständiger empfiehlt für Bewohner und Bausubstanz eine Raumtemperatur von 20 Grad, und zwar rund um die Uhr. Daneben muss natürlich noch regelmäßig gelüftet werden.

Optimal sind mindestens zweimal täglich in großem Zeitabstand bei weit geöffnetem Fenster und das über mehrere Minuten.

Dauerkippen bringt nichts

Das Dauerkippen von Fenstern im Winter ist dagegen nicht gut: Es bringt kaum Luftaustausch, dafür aber den Schimmel an den ausgekühlten Fensterleibungen. 

Der Verband Privater Bauherren rät auch davon ab, nachts die Heizung runterzuregeln: "Das geht eigentlich gar nicht mehr!".

Dafür sind unsere Häuser heute zu dicht. Es gibt kaum noch eine Feuchteabfuhr auf normalem Wege, also ohne menschlichen oder gar maschinellen Eingriff. Die eingesperrte Feuchte kann beim Abkühlen der Räume zu Schäden führen. Außerdem spart das nächtliche Absenken auch so gut wie keine Energie.

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Im Winter nur bei gekippten Fenstern lüften, beim Verlassen des Hauses alle Heizkörper abdrehen und die Heizung nur austauschen, wenn die alte den Geist aufgibt: Beim Thema Heizen und Lüften wird viel falsch gemacht und das Geld unnötig zum Fenster rausgeworfen. Dabei genügt schon die Befolgung weniger Tipps, um den Energieverbrauch zu senken und ein gesundes Raumklima zu erhalten.
News: Schimmel, hoher Energieverbrauch und saftige Nachzahlungen: Das Heiz- und Lüftungsverhalten der Mieter lässt oft zu wünschen übrig. Tipps rund um das effiziente Heizen und Lüften, die Vermieter ihren Mietern ans Herz legen sollten.
Eine positive Energieeffizienz bei Gebäuden hat auch viel mit richtigem Heizen zu tun. Wird die Luft in den Räumen nicht regelmäßig durch Lüften ausgetauscht, kann es zu Schimmel kommen. Wer dagegen zu lange lüftet oder zu viel heizt, verbraucht unnötig viel Energie.
News: Es sind nur ein paar Dinge, die Eigenheimbesitzer und Mieter beim Heizen beachten sollten, wenn sie die Umwelt und den eigenen Geldbeutel schonen wollen. Mehr als 15 Prozent Energie lassen sich bei richtigem Heizen und Lüften einsparen.

 meineimmobilie.de-Tipp

Klären Sie Ihre Mieter über richtiges Lüftverhalten auf, um Schimmelschäden an Ihrem Eigentum zu verhindern.

 

Hängen Sie am besten schon beim Aushändigen des Mietvertrags einen Hinweiszettel mit den Grundregeln des Lüftens und richtigen Heizens an Ihren Mietvertrag dran und vermerken Sie das Aushändigen dieses Zettels im Mietvertrag.