Dienstag, 27.05.2008 | Autor: heihec, Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2007

Wenn der Energieberater kommt

Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2007
News: Der Energieberater ist für Haus- und Wohnungseigentümer der wichtigste Partner bei der Planung, wenn durch Modernisierungen die Energiekosten gesenkt und die Immobilie aufgewertet werden soll. Nach der Analyse der Immobilie legt der Energieberater einen schriftlichen Bericht vor, der detailliert aufzeichnet, mit welchen Maßnahmen die Immobilie unter Nutzung aller Fördermittel wirtschaftlich saniert werden kann.

Gute Vorbereitung spart Kosten

"Zum Beratungstermin sollten alle erforderlichen Unterlagen vorliegen", empfiehlt Bernd Neuborn von der BHW Bausparkasse, "das beschleunigt den Prozess erheblich." Zu einer guten Vorbereitung gehört das Zusammenstellen vieler wichtiger Unterlagen wie beispielsweise Bauvertrag, Ausführungspläne des Hausbaus, Informationen über bereits durchgeführte Modernisierungen, die Schornsteinfegerprotokolle und Nebenkostenabrechnungen.

Analyse des Kellers

Die Zustandsanalyse des Beraters beginnt mit der Begutachtung der Außenfassade des Hauses, die mit bis zu 25 Prozent zu den Wärmeverlusten eines Wohnhauses beiträgt. Meistens liegt es an großen Rissen in der Hausfassade. Nächste Station ist der Keller. Der Berater begutachtet die Dämmung und die Heizungsanlage. Anschließend gibt er Energiespartipps. Im Keller wäre die Dämmung der Decke und der Einbau eines modernen Brennwertkessels in Kombination mit einer Solaranlage angemessen. "Das spart bis zu 35 Prozent Energie," sagt er.

Analyse der Fenster

"Einfachverglaste Holzfenster im Haus sollten durch Zweischeiben-Wärmeschutz-Verglasungen ersetzt werden, damit kann der Energieverbrauch um weitere fünf Prozent gesenkt werden," so der Berater. Sind die Außenwände ungedämmt und ohnehin eine Erneuerung des Außenputzes geplant, rät der Energieberater, zu einem Wärmedämmverbundsystem. Dies kann den Energiebedarf um weitere 30 Prozent reduzieren.

Analyse des Daches

Auch das Dach wird vom Fachmann unter die Lupe genommen. Bekannte Schwachpunkte sind dort oft die undichten Ziegel. Sie lassen nicht nur kostbare Energie entweichen, sondern bergen zudem das Risiko eines Wasserschadens. Eine Dämmung und Abdichtung des Daches kann bis zu 15 Prozent Energiekosten sparen.

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 meineimmobilie.de-Tipp


Bauherren können für die Modernisierung eine Vielzahl an Förderungen nutzen. Es gibt Angebote von Energieversorgern, KfW-Darlehen und Zuschüsse sowie Programme, die über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle vergeben werden. Wichtig dabei: Erst Fördermittel beantragen, Bescheid abwarten und dann die Aufträge an die Handwerker erteilen.