Freitag, 14.05.2010 | Autor: mb

Wasserschäden durch Pfusch und Billigmaterial

News: Ein Wasserschaden im Sanitärbereich ist sowohl für Vermieter als auch für Mieter ein Alptraum. In mehr als einem Drittel aller Fälle sind solche Schäden auf Pfusch bei der Installation zurückzuführen. Billiges Material spielt in vielen Fällen ebenfalls eine Rolle.

Bei einer Wasserschaden-Studie hat der Prüfdienst Dekra herausgefunden, dass 36 Prozent aller Wasserschäden im Sanitärbereich auf Montagefehler zurückzuführen sind, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung erläutert. Häufig seien zu hohe Spannungen auf den Bauteilen Ursache für Rohrbrüche. Zu viel Hanf für die Dichtung, falsch eingesetzte Werkzeuge und "passend gemachte" Rohrverbindungen, die die Studie ans Licht brachte, lassen auf Pfusch bei der Installation schließen.

Rostige Teile können zu Wasserschäden führen

In ähnlich vielen Fällen war Korrosion für den Schaden verantwortlich. Häufig stimmten die Planer das Material - Kunststoff-, Edelstahl- oder Kupferrohre - nicht auf die Wasserqualität und -eigenschaften ab, so die Analyse der Dekra. Aufgrund der verrosteten Teile hält die Konstruktion nicht mehr stand und das Wasser hat freie Bahn.

Vorsicht vor Billigprodukten aus Fernost

Eine weitere häufige Ursache für Wasserschäden fanden die Prüfer der Dekra in Teilen, die bereits ab Werk fehlerhaft ausgeliefert wurden. Diese Produkte zeigen laut Prüfdienst oft eine mangelhafte Werkstoffqualität. Besonders negativ fielen Billig-Produkte aus Fernost auf. "Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte Sanitärmaterial mit einem unabhängigen Prüfzertifikat verbauen", rät Dr. Andreas Geiger von der Dekra. "Es sind gerade im Sanitärbereich oft die Pfennigprodukte, die sechsstellige Schäden am Gebäude verursachen."

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Ist eine Wasserleitung geplatzt und wird die Wohnung Ihres Mieters dadurch durchnässt, müssen Sie als Vermieter mit einer Mietminderung von 100 Prozent rechnen. Sie sollten also schnell reagieren und den Schaden sofort beheben lassen.