Donnerstag, 01.08.2013 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © ponsulak - Fotolia.com

Viel zu heiß: Wie Ihre Räume "cool" bleiben

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Worum geht´s
  • So bleibt Ihre Wohnung auch im Sommer kühl

Temperaturen bis zu 40 Grad lassen deutsche Immobilienbesitzer käftig schwitzen. Einzige Abkühlung verspricht an diesen Tagen nur noch der Sprung ins eiskalte Wasser. Aber es geht auch anders: Schon mit ein paar kleinen Maßnahmen können Sie der Hitze in den Mieträumen entgehen und so gleichzeitig Schäden am Gebäude vermeiden.

Schwüle Luft im Haus und Schimmelpilze in den Kellerräumen: Im Sommer wird das eigene Haus oft zur Hitzefalle, doch das muss nicht sein!

Tipps, wie Ihre Immobilie auch im Sommer kühl bleibt und Schäden am Gebäude vermieden werden, gibt Dirk Fanslau-Görlitz, Regionalbetreuer der Klimaschutz- und Informationskampagne „Haus sanieren – profitieren“ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).

Mit frischer Nachtluft gegen die Hitze

Kühle Luft von draußen? Das gilt im Sommer nur nachts. An heißen Tagen sollten Hausbesitzer die Fenster lieber zulassen und erst die frische Nachtluft nutzen, um die Hitze aus den Häusern zu vertreiben.

„Kühlen sich die Temperaturen am Abend ab, heißt es Fenster auf“, so Fanslau-Görlitz. Zum einen komme kühle Luft von außen in die aufgewärmten Zimmer und ermögliche einen ruhigen Schlaf.

Zum anderen transportiere der frische „Zug“ durch die Wohnung Feuchtigkeit nach draußen. Darauf sollten Hauseigentümer mit Keller besonders achten: Wenn sich nämlich bei schwülen Temperaturen die Feuchtigkeit staue, entstehe Schimmelgefahr – und die sollten Hausbesitzer dringend vermeiden. Die Fenster könnten an besonders heißen Tagen deshalb auch die ganze Nacht über weit offen stehen. Wichtig sei nur, sie dann am Tag wieder zu schließen.

Rollos und Jalousien: Geben Sie der Hitze keine Chance

„Rollos oder Jalousien sollten zum Schutz vor der Sonne schon morgens heruntergelassen werden und den ganzen Tag über unten bleiben.

Da hat die Hitze erst gar keine Chance“, rät der Kampagnen-Experte. Die „natürliche Klimaanlage“ Nachtkühle könne so jeden Sommer kostenlos genutzt werden. Auch Wärmequellen wie Lampen, Laptops und Fernseher sollten im Sommer nur eingeschaltet werden, wenn sie tatsächlich gebraucht würden.

Eine energetische Sanierung hilft auch gegen die Hitze

Eine weitere Möglichkeit, das Haus sommerfit zu machen, sei eine energetische Sanierung. Denn Häuser mit einer guten Dämmung sind im Sommer einfach kühler als schlecht oder gar nicht gedämmte Gebäude.

Und eine gut eingebaute Lüftungsanlage schafft auch im heißen Sommer ein angenehmes Wohlfühlklima. „Wer sich dafür interessiert, kann mit dem kostenlosen DBU-Energie-Check herausfinden, ob die Sanierungsmaßnahmen auch energetisch sinnvoll sind“, erklärt Fanslau-Görlitz.

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News: Innenraumtemperaturen von bis zu 30 Grad im Sommer sind Zeichen für eine schlechte Isolierung. In diesem Fall sollte der Hauseigentümer über eine energieeffiziente Sanierung nachdenken, um Energiekosten einzusparen.
News: Kaum steigen draußen die Temperaturen, wird es auch in vielen Gebäuden unerträglich heiß. Das kann zum Beispiel an schlechter Dämmung liegen. Ein paar einfache Maßnahmen helfen Hausbesitzern dabei, die Hitze auszusperren. Der Mieter darf dabei in einigen Fällen nicht ohne die Erlaubnis des Vermieters agieren.

 meineimmobilie.de-Tipp

Eine gute Dämmung von Dach und Fassade ist nach wie vor die effektivste und langfristig die kostengünstigste Methode, um ein angenehmes Raumklima zu schaffen.

 

Sie profitieren nicht nur im Sommer davon, sondern auch im Winter. Als Eigentümer oder Vermieter einer gut gedämmten Immobilie können Sie und die Bewohner Strom- und Heizkosten sparen.