Mittwoch, 20.02.2013 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2006

Überprüfung und Austausch von Kaminöfen

Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2006
Worum geht´s
  • Austausch und Stilllegung von Kaminöfen
  • Einhaltung der Ersten Bundes-Immissionsschutz-Verordnung
  • Nachweispflicht für Kaminofen-Besitzer

Bis Ende diesen Jahres müssen Immobilienbesitzer mit Kaminöfen ihrem Schornsteinfeger gegenüber den Nachweis erbringen, dass ihre Feuerstätte die Anforderungen der Ersten Bundes-Immissionsschutz-Verordnung (1. BImSchV) erfüllt. Demnach dürfen Kaminöfen nur noch maximal 0,15 Gramm pro Kubikmeter Staub und 4 Gramm pro Kubikmeter Kohlenmonoxid ausstoßen.

Das Jahr 2013 bringt Änderungen für Kaminöfen-Besitzer mit: Feuerstätten müssen die Anforderungen der Ersten Bundes-Immissionsschutz-Verordnung (1. BImSchV) einhalten. Einen Nachweis über die Einhaltung müssen die Kaminöfen-Besitzer ihrem Schornsteinfeger bis Ende des Jahres einreichen. Dies geht aus einer aktuellen Pressemitteilung des HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V. hervor.

Alte Kaminöfen stilllegen oder austauschen

Kaminöfen, die 1975 oder früher in Betrieb genommen wurden, müssen ausgetauscht oder gar stillgelegt werden. Denn solche alten Öfen halten vielfach nicht die Emissionsgrenzen für Feinstaub und Kohlenmonoxid ein. Für alle anderen Betreiber eines Kaminofens, Kachelofens oder Heizkamins gilt: Bei der Feuerstätten-Schau 2013 muss das Jahr der Typprüfung ermittelt werden. Danach richtet sich, bis wann auch sie die 1. BImSchV-Kriterien erfüllen müssen. 2017 enden die Fristen für Feuerungsanlagen der Jahrgänge bis 1984, drei Jahre später folgen die Geräte mit Typprüfungen bis 1994. Und 2024 schließlich dann all jene Öfen, die vom 1. Januar 1995 bis zum 21. März 2010 in Betrieb gegangen sind.

Kaminöfen: Austausch schützt Klima, Umwelt und Haushaltskasse

„Wenn ein Kaminofen schon 40 Jahre oder länger in Betrieb ist“, so Dipl.-Ing. Frank Kienle, Geschäftsführer des HKI, „sollte ohnehin über einen Austausch nachgedacht werden. Denn die Verbrennungstechnik hat in der Zwischenzeit große Fortschritte erzielt: Nicht nur das Emissionsverhalten, auch der Wirkungsgrad der Feuerstätten – und somit ihr Brennstoffverbrauch – haben sich seitdem deutlich verbessert. Wer also sein altes Heizgerät in den wohl verdienten "Ruhestand" schickt, hilft nicht nur dem Klima und der Umwelt. Er entlastet auch dauerhaft seine Haushaltskasse.“

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"In unserem Bezirk gibt es einen neuen Schornsteinfeger. Der hat an uns nun einen Feuerstättenbescheid verschickt und dazu eine Rechnung über 12,50 Euro für dessen Ausstellung. Darf er das? Und wenn ja, kann ich die Rechnung wenigstens von der Steuer absetzen?", so die Zuschrift eines Lesers. Lesen Sie im Folgenden die Antwort auf diese Fragen.

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