Montag, 04.01.2016 | Autor: Heidi Hecht , Foto: © Ralf Kalytta - Fotolia.com

Trinkwasser: Wie Sie den Legionellen den Kampf ansagen

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Worum geht´s
  • So beugen Sie Legionellen im Trinkwasser vor

Unsichtbar aber doch gefährlich: Legionellen im Trinkwasser können Ihre Gesundheit gefährden und zwar ohne, dass Sie die Gefahr kommen sehen! Dazu müssen Sie das Wasser nicht einmal unbedingt trinken: Es reicht, wenn Sie duschen oder in den Wasserdampf geraten.  

Schon deswegen sollten Sie als Immobilienbesitzer unbedingt mit bestimmten Maßnahmen dieser Gesundheitsgefahr durch Legionellenbildung vorbeugen. 

Legionellen: Oft ist das lauwarme Wasser schuld

Legionellen-Alarm: Woher kommt der? Eine erhöhte Legionellenbildung im Trinkwasser beruht in der Regel auf einer zu geringen Wasserzirkulation in Kombination mit Wassertemperaturen zwischen 25 bis 45 Grad.

Darauf verweist Stefan C. Würzner, Bauherrenberater des Bauherren-Schutzbund e.V. in einer aktuellen Pressemitteilung hin.

Legionellen vorbeugen: Wie heiß Ihr Trinkwasser werden muss 

Trinkwasserspeicher müssen an der Austrittsstelle des Warmwassers dauerhaft eine Mindestwassertemperatur von 60 Grad aufweisen.“

Dies gelte bis auf eine Ausnahme: Trinkwasserspeicher in Ein- und Zweifamilienhäusern, die von Wärmepumpen-Systemen versorgt werden, dürfen mit einer dauerhaft garantierten Mindesttemperatur von 50 Grad betrieben werden.

Bei einer Wassertemperatur unter 45 Grad freuen sich die Legionellen

Dabei müsse jedoch gewährleistet sein, dass das Speichervolumen spätestens innerhalb von 3 Tagen vollständig ausgetauscht ist. Es liege auf der Hand, dass in diesen Systemen der fachgerechten Planung und Ausführung des Rohrnetzes eine elementare Bedeutung zukommt.

Der geringe Temperaturpuffer zu den für Legionellen wachstumsfördernden 45 Grad toleriert nur wenige Fehler“, so der BSB-Experte.

Die Größe des Speichers muss bedarfsgenau dimensioniert sein, um den notwendigen Volumenaustausch zu gewährleisten. Zu den Anforderungen gehöre auch, dass Trinkwasserspeicher gespült und vollständig entleert werden können. Ihre Innenflächen zu desinfizieren und zu reinigen, muss möglich sein.

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Die Sommerferien nahen: Viele Immobilienbesitzer brechen in den nächsten Wochen zu ihrem Jahresurlaub auf. Die Immobilie und damit auch die Wasserleitungen bleiben dann über längere Zeit ungenutzt, was bei der Rückkehr der Immobilienbesitzer zum Problem werden könnte.
Morgens schnell unter die warme Dusche springen: Das klingt eigentlich selbstverständlich und kaum jemand wird sich Gedanken darüber machen, dass er dabei wegen Legionellen im Trinkwasser krank werden könnte. Schlimmstenfalls kann so ein Duschgang sogar tödlich enden!  Damit genau das nicht passiert, gibt  es die Trinkwasserverordnung und ihre Prüfpflichten. Und wenn dennoch Legionellen im Trinkwasser den Mieter krank machen? Diese Frage musste jetzt der Bundesgerichtshof klären.
Sie staunen nicht schlecht, als Sie ein Schreiben vom Labor erhalten, wohin Ihre Trinkwasserentnahme geschickt wurde: In Ihrem Mietshaus wurden Legionellen im Trinkwasser gefunden!   Als Sie das Ihren Mietern mitteilen, drohen die einen mit einer Mietminderung, die anderen mindern direkt die Miete. "Dürfen die das?", fragen Sie sich. "Kommt drauf an", sagen die Juristen. Und zwar darauf, wie hoch die Legionellenkonzentration ist.

 meineimmobilie.de-Tipp

Ein- und Zweifamilienhäuser fallen zwar nicht unter die Untersuchungspflicht auf Legionellen, dennoch sollte der Speicher aber einmal jährlich durch einen Fachmann gewartet werden.