Mittwoch, 02.05.2012 | Autor: Heidi Hecht

Suche nach einem verlässlichen Energieberater

Worum geht´s
  • Suche nach einem verlässlichen Energieberater
  • Qualifizierte Energieberater in der dena-Datenbank
Stichworte zu diesem Thema

Eine verlässliche Energieberatung ist der Schlüssel zur erfolgreichen energetischen Sanierung, doch immer öfter häufen sich die Meldungen über mangelhafte Energieberater. Wie Hauseigentümer einen qualifizierten Energieberater finden.

Eine verlässliche Energieberatung ist der Schlüssel zur erfolgreichen energetischen Sanierung und steht am Beginn einer dauerhaften Energieverbrauchssenkung. Doch immer häufiger hört man von schwarzen Schafen unter den Energieberatern. Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) stellt in ihrer Datenbank eine Liste mit Energieberatern zur Verfügung, auf deren Qualifikation sich Eigentümer verlassen können. 

Schritt für Schritt zur guten Energieberatung

Für eine sichere und gute Energieberatung empfiehlt die dena Eigenheimbesitzern, folgende Schritte zu beachten:

  1. Fachmann in der dena-Datenbank suchen
    In der Experten-Datenbank der dena können Hauseigentümer geeignete Fachleute finden, die die fachliche Grundqualifikation erfüllen und eine entsprechende Weiterbildung absolviert haben - das überprüft die dena. Die Datenbank enthält auch Energieberater, die eine vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) geförderte Vor-Ort-Beratung anbieten. Die Höhe des Zuschusses für eine solche Vor-Ort-Beratung beträgt mindestens 300 Euro für ein Ein- oder Zweifamilienhaus.
  2. Angebote einholen und Experten auswählen
    Der Eigentümer sollte von mehreren Experten Angebote einholen und dabei auch um Referenzen bitten. Vielfach finden sich solche Referenzen bereits in der dena-Datenbank. Nach Vergleich der Angebote entscheidet sich der Eigentümer für einen Experten.
  3. Unterlagen vorbereiten
    Eine gute Datengrundlage ist wichtig für eine fundierte Energieberatung und kann viel Zeit sparen. Deshalb sollte der Eigentümer vorhandene Unterlagen zum Gebäude sammeln und dem Energieberater zur Verfügung stellen. Aus Grundrissen, Bauplänen, Heizkostenabrechnungen oder Unterlagen aus bereits erfolgten Sanierungen können die Experten erste Hinweise zum energetischen Zustand des Gebäudes gewinnen. Zudem liefern diese Unterlagen wichtige Daten für die notwendigen Berechnungen. Voraussetzung ist, dass die Unterlagen das Gebäude in seinem tatsächlichen Zustand abbilden. Eine Vor-Ort-Besichtigung ist aber in jedem Fall notwendig.
  4. Vor-Ort-Besichtigung
    Der Energieberater besucht das Gebäude und begutachtet den tatsächlichen Zustand der Gebäudehülle sowie der Heizungsanlage. Er untersucht die Qualität der Bauteile, ermittelt gegebenenfalls fehlende Daten und prüft, welche Modernisierungsempfehlungen für das Gebäude sinnvoll sind.
  5. Datenanalyse und persönliche Beratung
    Auf Basis der gelieferten und ermittelten Daten analysiert der Experte den energetischen Zustand des Hauses. Darauf aufbauend entwickelt und vergleicht er verschiedene Sanierungsvarianten. Außerdem gibt der Berater eine ungefähre Kostenschätzung ab und berechnet Amortisationszeiten. Ist der Bericht fertiggestellt, sollte der Experte diesen dem Hausbesitzer persönlich übergeben und ausführlich erläutern. So kann das weitere Vorgehen bei der Modernisierung direkt besprochen werden.
     

Kommentare (2)

3.5.2012, 9:49 Uhr von BePe-HBG Profil ansehen
Man versucht hier nur die "dena-Datenbank" Publik zu machen. Die Praxis sieht anders aus.
2.5.2012, 22:17 Uhr von Gilhorn Profil ansehen
Der Artikel ist wohl mehr Wunschdenken. Recherchiert man in der angegebenen Quelle nur alleine nach Postleitzahl und Entfernungskilometern, so wird man schnell feststellen, dass die Anzahl der Energieberater nicht sehr hoch ist. Wenn man dann noch die Qualifikationen prüft und feststellt, dass ein Betonbauer in der Quelle als Energieberater angepriesen wird, dann kommen schnell Zweifel auf, ob dieser "Energieberater" in der Lage ist, unter Anderem die Heizungsanlage zu prüfen, um hier qualifizierte Kostenaussagen machen zu können, wie der Artikel sugeriert. Das Gütesiegel "Energieberater" scheint am unteren Ende der Fahnenstange angesiedelt zu sein, zumindest nach den Kriterien der angeben Quelle. Man kann sich nur wundern, welche Einrichtungen Unterstützungs- u. Fördergelder der Bundesregierung erhalten. Naja, zumindest ergibt sich eine Alibifunktion.

 meineimmobilie.de-Tipp

Energie sparen fängt nicht bei der Modernisierung an. Informieren Sie als Vermieter Ihre Mieter zum Beispiel über ein vernünftiges und energiesparendes Lüftungs- und Heizverhalten oder achten Sie auf besonders energiesparende Küchengeräte im eigenen Haus.