Donnerstag, 16.12.2010 | Autor: mb

Studie: Energetische Sanierung lohnt sich

News: Laut einer neuen Studie der Deutschen Energie-Agentur lohnt sich die energetische Sanierung von Gebäuden. Bei renovierungsbedürftigen Immobilien könne der Energiebedarf ohne Mehrbelastungen für Mieter oder Vermieter gesenkt werden, so das Ergebnis.

Derzeit sanieren viele Hauseigentümer und Vermieter ihre Immobilie, um sie energetisch effizienter zu machen. Diese Maßnahme verringert nicht nur den CO2-Ausstoß und schont damit die Umwelt, sondern sie soll sich langfristig gesehen auch finanziell lohnen. Ein gut gedämmtes Gebäude braucht weniger Energie. Bei den stark gestiegenen Energiepreisen lässt sich so ein erheblicher Betrag sparen. Eine Studie der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) bestätigt, dass sich die energetische Sanierung von Gebäuden rechnet - sowohl für Vermieter als auch für Mieter. Das geht aus einer Pressemitteilung der dena hervor.

Keine Mehrbelastungen für Mieter oder Vermieter

Demnach könne der Energiebedarf bei Gebäuden, die ohnehin saniert werden müssen, ohne Mehrbelastungen für Mieter oder Vermieter um bis zu 75 Prozent gesenkt werden. "Die Studie zeigt, wie wir schnell und sozialverträglich ein erstes Etappenziel bei der Sanierung der Wohngebäude in Deutschland erreichen können", sagt Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. "Bei den sowieso anstehenden Gebäudesanierungen muss die Energieeffizienz in den Mittelpunkt gerückt werden. Für die Erreichung der Ziele der Bundesregierung ist die Aufstockung der Fördermittel auf vier bis fünf Milliarden Euro jährlich erforderlich."

Wirtschaftlichkeit der energetischen Sanierung

In der dena-Studie wurde der Fokus auf die Wirtschaftlichkeit verschiedener Sanierungsstandards gerichtet. Es wurden stark sanierungsbedürftige Häuser untersucht, von Vorkriegsbauten bis hin zum 70er-Jahre-Wohnblock. Das Ergebnis: Wenn diese Häuser so saniert werden, dass sie den aktuellen Neubaustandard Effizienzhaus 100 erreichen, das entspricht einer Energieeinsparung von rund 60 Prozent, kostet der zusätzliche Aufwand für Energieeffizienz nur 80 Euro pro Quadratmeter. Bei der deutlich besseren Sanierung zum Effizienzhaus 70, beziehungsweise einer Einsparung von durchschnittlich 75 Prozent, steigt dieser Wert auf 158 Euro pro Quadratmeter. Bis zu diesem Standard kann der Vermieter seine Kosten decken, ohne den Mieter stärker zu belasten. Er muss zwar die Kaltmiete um 0,82 Euro pro Quadratmeter und Monat erhöhen, dem stehen aber Energiekosteneinsparungen von 0,92 Euro pro Quadratmeter und Monat gegenüber. Die Warmmiete erhöht sich nicht.

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 meineimmobilie.de-Tipp


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