Dienstag, 05.08.2014 | Autor: Jörg Stroisch , Foto: © Gunnar Assmy - Fotolia.com

Stromkosten sparen: Mit dieser 8-Punkte-Liste zur Solaranlage

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Worum geht´s
  • 8-Punkte-Checkliste zur Solaranlage

Beim Kauf einer Solaranlage kann schon in der Planungsphase viel schief laufen. Bevor Sie vorschnell entscheiden, sollten sich Hausbesitzer zuvor gut informieren, was und wo sie ihr Solarmodul kaufen. 

  • Beobachten Sie, was sich in der Energiepolitik tut: Alles, was sich rund um das EEG verändert, kann die Wirtschaftlichkeit von Solarmodulen verschlechtern. Derzeit wird zum Beispiel auch diskutiert, dass für den selbst erzeugte Strom auch eine EEG-Umlage gezahlt werden muss.
  • Regeln Sie die Finanzierung: Es gibt großzügige Darlehensprogramme der KfW-Bank, die die Anschaffung von Anlagen zur Solarstromerzeugung sehr zinsgünstig fördern.
  • Holen Sie mehrere Handwerkerangebote ein: In den Angeboten sollten auch präzise die Marken und Typen der verwendeten Module, Wechselrichter und Kabel ausgewiesen werden. Es lohnt sich immer, mehrere Angebote einzuholen.
  • Prüfen Sie die Referenzen des Anbieters: Referenzen helfen, die Qualität der Handwerkerarbeit zu beurteilen. Auch das persönliche Gespräch vor Ort ist wichtig: Es zeigt, ob man auf einer Wellenlänge ist.
  • Stellen Sie Ihre eigene Wirtschaftlichkeitsrechnung auf: Manchmal liefert schon der Handwerker eine Wirtschaftlichkeitsrechnung mit dem Angebot mit.
  • Prüfen Sie die Qualität der Module: Der PV+-Test, www.pvtest.de, kann einen Anhaltspunkt dafür bieten, welche Solarmodule tatsächlich eine gute Qualität haben. Eine ausführliche Liste gibt es beim PV-Magazine, www.pv-magazine.de/modultest.
  • Fordern Sie vom Auftraggeber eine Dokumentation ein: Der Auftraggeber sollte vom Handwerker die Aushändigung der Komponentendokumentation, das Inbetriebnahmeprotokoll und die Schaltpläne einfordern, denn das ist für spätere Reparaturen wichtig. Vorsichtshalber sollte ein Betrag von der Rechnung erst dann ausgezahlt werden, wenn das geschehen ist.
  • Schließen Sie einen Wartungsvertrag: Etwa alle 2 Jahre sollte die Anlage vom Experten gewartet werden. Auch hier gilt: Nur, wenn der Handwerker gut gearbeitet hat, sollten Sie einen Vertrag mit ihm abschließen.

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Foto: Sebastian Fery / Haufe
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Jörg Stroisch arbeitet als selbstständiger und freier Journalist. Seine Themenschwerpunkte sind informative Ratgeberartikel rund um die privaten Finanzen, insbesondere über die Themengebiete Immobilien, Vorsorge ...
Jörg Stroisch
Wer als Eigenheimbesitzer eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach hat und Strom einspeist, wird zum Unternehmer. Die Einnahmen aus der Stromeinspeisung sind gewerblich. Dafür sind aber auch die Kosten Betriebsausgaben. Ob dazu auch die Dachsanierung gehört, die Sie wegen der Fotovoltaikanlage auf dem Dach durchführen mussten, hat jetzt der Bundesfinanzhof entschieden.
Sonnenschein gibt´s kostenlos - und den können Sie als günstige Energiequelle nutzen. Das spart nicht nur Kosten, sondern verschafft Ihnen auch ein unschlagbar grünes Gewissen. Doch nicht überall lohnt sich eine Investition in die Solarzelle auf dem Dach.
Die Dacherneuerung eines Privathauses ist nicht steuerlich absetzbar, schrieb ich Ihnen neulich. Auch dann nicht, wenn auf das betreffende Dach unmittelbar danach eine Photovoltaikanlage gesetzt wird. So hatte das Hessische Finanzgericht entschieden. Jetzt aber wurde ein ähnlicher Fall beim Bundesfinanzhof entschieden. Das Ergebnis: Anteilig lässt sich die gezahlte Umsatzsteuer sehr wohl geltend machen.
News: Wer mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach seines Hauses aus Sonnenlicht Strom erzeugt, kann Steuern sparen. Darauf weist die Steuerberaterkammer Rheinland-Pfalz (SBK) hin.

 meineimmobilie.de-Tipp

Wenn Sie Strom aus Ihrer Solaranlage in das öffentliche Netz einspeisen wollen, sollten Sie berücksichtigen, dass Sie damit steuerrechtlich als Unternehmer eingestuft werden.

 

Ihre Einnahmen durch die Stromeinspeisung unterliegen daher der Einkommensteuerpflicht.