Montag, 19.10.2009 | Autor: Bernhard Metzger/mb

Strom aus erneuerbarer Energie

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Die Strompreise der Netzbetreiber steigen ständig, denn die fossilen Energien gehen zur Neige. Anlagen für erneuerbare Energien auf dem eigenen Hausdach bieten eine umweltschonende Alternative - und dienen vor allem als Kapitalinvestition.

In einer Sitzung vom 25.2.2000 hat der Deutsche Bundestag das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verabschiedet, das am 1.4.2000 in Kraft getreten ist. Das Ziel des Gesetzes ist es, im Interesse des Klima- und Umweltschutzes eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung zu ermöglichen und den Beitrag erneuerbarer Energien an der Stromversorgung deutlich zu erhöhen. Dabei ist eine Verdoppelung des Anteils erneuerbarer Energien an der Elektrizitätserzeugung bis zum Jahr 2010 beabsichtigt.

Abnahmepflicht für erneuerbare Energien

Netzbetreiber werden verpflichtet, Anlagen zur Erzeugung von Strom aus regenerativen Energiequellen an ihr Netz anzuschließen, den gesamten angebotenen Strom aus diesen Anlagen vorrangig abzunehmen und den eingespeisten Strom zu vergüten.

Die Vergütungssätze werden in Form von Festpreisen in Abhängigkeit von der Energiequelle wie solare Strahlungsenergie, Windkraft, Geothermie und Biomasse festgelegt.

Vergütung für Strom aus erneuerbaren Energien

Die Vergütung für Strom aus solarer Strahlungsenergie wird wie folgt geregelt: Nach dem EEG wird eine kWh erzeugte Energie (Anlage auf einem Hausdach) bei einer Anlagengröße bis maximal 30 kWp im Jahr 2006 mit 51,8 Cents vergütet. Bei Neuanlagen wird der für das Inbetriebnahmejahr der Anlage geltende Mindestvergütungssatz über den gesamten Vergütungszeitraum (20 Jahre) in unveränderter Höhe gewährt.

Gleichzeitig ist zu beachten, dass bei Inbetriebnahme einer Neuanlage in den Folgejahren die Einspeisevergütung einer Degression in Höhe von 5,0 Prozent pro Jahr unterliegt. Eine genauere Rentabilitätsprüfung kann von jedem Photovoltaik-Anlagenerrichter individuell für die jeweilige Anlage erstellt werden.

Einige Stromversorger fördern erneuerbare Energien

Viele kommunale und überregionale Energieversorger in Deutschland gehen bei den Vergütungssätzen über das gesetzlich vorgeschriebene Niveau hinaus und fördern Solarstrom-Systeme.

Sie vergüten beispielsweise die eingespeiste Energie in das Netz des Energieversorgungsunternehmens über einen begrenzten Zeitraum von zehn Jahren in Höhe von etwa 0,95 bis 1,75 Euro pro kWh.

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Dipl.-Ing. (FH) Bernhard Metzger ist freier Sachverständiger für Schäden an Gebäuden, Mitglied im LVS, BGDS und BBauSV und Autor einschlägiger Fachliteratur.
Bernhard Metzger

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Da die Anlagen in der Regel wartungsfrei sind, zahlt sich die Anschaffung nach einigen Jahren aus. Solaranlagen sind vor allem eine Kapitalinvestition, der Strombedarf eines Hauses lässt sich damit nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand decken. Dabei sollten Sie beachten, dass die festgelegten Vergütungen jährlich für Neuanlagen abgeschmolzen werden.