Montag, 11.06.2012 | Autor: Heidi Hecht

Starker Anstieg bei Solarstromerzeugung

Worum geht´s
  • Starker Solaranlagenanstieg bringt hohe Kosten mit sich
  • Kürzung der Solarstromförderung
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Die Stromerzeugung entwickelt sich positiv in Richtung Solarstrom. Mithilfe der Sonne wurde erstmalig in der Zeit zwischen Januar und Mai etwa 10,5 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt - Tendenz steigend.

Nach den neuesten Zahlen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) war der Mai für Photovoltaik ein Rekordmonat: Solaranlagen erzeugten in nur einem Monat vier Milliarden Kilowattstunden Strom. Dies entspricht etwa zehn Prozent des monatlichen Stromverbrauchs in Deutschland und einem Plus von etwa 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In der Zeit zwischen Januar und Mai wurden bislang insgesamt 10,5 Milliarden Kilowattstunden Solarstrom erzeugt.

Starker Solaranlagenanstieg bringt hohe Kosten mit sich

Der starke Anstieg der Photovoltaik-Einspeisung in diesem Jahr ist auf den weiteren Ausbau der Solaranlagen und die günstigen Sonnenverhältnisse zurückzuführen, so der BDEW. Aus dieser Entwicklung ergeben sich nach Berechnungen des Branchenverbandes allerdings Mehrkosten. Sie belaufen sich bis jetzt auf 460 Millionen Euro mehr als im Zuge der Berechnung der EEG-Umlage 2012 geplant war.

Die Energiewirtschaft unterstützt grundsätzlich den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien und investiert dafür jährlich Milliardenbeträge. "Allerdings zeigt die bisherige Entwicklung der Stromerzeugung aus Photovoltaik-Anlagen und die weiter steigende, gesetzlich garantierte Vergütung aktuell, dass das ungebremste Wachstum weitergeht. Der Ausbau der erneuerbaren Energien und die damit verbundenen Kosten werden nicht ausreichend gesteuert. Die Prioritäten stimmen nicht mehr: während im Netzbereich die Kosten auf den Cent genau reguliert und Investitionen nicht ausreichend gefördert werden, türmt sich mithilfe des Erneuerbare-Energien-Gesetzes eine enorme Belastung für die Verbraucher auf", erläuterte Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung.

BDEW fordert Kürzung der Solarstromförderung

"Deshalb ist es jetzt umso wichtiger, dass eine Kürzung der Solarförderung beschlossen wird", sagte Müller vor dem Hintergrund der anstehenden Gespräche zwischen der Bundesregierung und den Bundesländern. Der Vermittlungsausschuss will sich am 13. Juni unter anderem mit der Kürzung der Solarstromförderung befassen. Allerdings gebe es neben der geplanten Förderkürzung in dem vorliegenden Entwurf zum EEG-Änderungsgesetz weiteren, erheblichen Verbesserungsbedarf.
 

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