Dienstag, 20.07.2010 | Autor: heihec

Sperre des Marktanreizprogramms aufgehoben

News: Am 7. Juli hob der Haushaltsausschuss des Bundestags die Sperre für das Marktanreizprogramm (MAP) auf. Die Modernisierung von Heizungen wird somit wieder gefördert. Diesen Zeitpunkt sollten Hausbesitzer und Vermieter nun nutzen und sich den Kesselaustauschbonus sichern.

Solarkollektoren, Biomasseheizungen und hocheffiziente Wärmepumpen werden seit dem 7. Juli wieder über das Marktanreizprogramm (MAP) gefördert. 380 Millionen Euro Fördergelder stellt der Staat den Modernisierern in diesem Jahr zur Verfügung. Helmut Jäger, Geschäftsführer des Solarheizsystemherstellers Solvis, begrüßt die Freigabe und rät: "Hausbesitzer und Vermieter sollten jetzt Handeln und sich bis zu 2.000 Euro Fördermittel für eine neue Solarheizung sichern, denn der sogenannte Kesseltauschbonus läuft Ende 2010 aus und über eine Fortsetzung ist noch nicht entschieden."

Höhe des Kesselaustauschbonus

Den Kesseltauschbonus von 400 Euro gibt es unverändert für Hausbesitzer, die sich neben einer Solaranlage auch eine neue Heizung mit Brennwerttechnik anschaffen. Für die Kombination von Solaranlage mit Pelletkessel oder Wärmepumpe zahlt der Staat einen Zuschuss von 500 Euro. Modernisierer, die in Solarkollektoren zur kombinierten Warmwasseraufbereitung und Heizungsunterstützung investieren, erhalten künftig nur noch 90 statt 105 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche. Kollektoren zur reinen Trinkwassererwärmung sind nur noch im Mehrfamilienhausbereich förderfähig.

Förderanträge für Kesselaustausch jetzt einreichen

Seit dem 12. Juli nimmt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wieder Anträge für den Kesselaustauschbonus entgegen. Wer vor dem Programmstopp am 3. Mai seinen Antrag eingereicht hat, wird nach den alten Bedingungen gefördert. Förderanfragen aus der Zeit zwischen dem 4. Mai und 11. Juli werden nicht berücksichtigt und müssen ein zweites Mal gestellt werden.

meineimmobilie.de-Tipp:

Die Bundesregierung fördert auch die Vor-Ort-Energieberatung durch einen anerkannten Fachmann. Über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) können Sie als privater Hausbesitzer und Vermieter einen Zuschuss beantragen.

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