Freitag, 19.03.2010 | Autor: mb

Solaranlage: Statik des Daches überprüfen

News: Mit Solarzellen auf dem Dach können Hausbesitzer langfristig gesehen Geld sparen. Doch damit die Anlage sicher installiert werden kann, sollten Unterlagen über das statische Gefüge des Hauses vorliegen.

Immobilieneigentümer sind dazu verpflichtet, bautechnische Unterlagen zu ihrem Haus aufzubewahren. Relevant werden diese Informationen besonders dann, wenn auf dem Dach eine Solaranlage installiert werden soll. Darauf weist die Gesellschaft für Technische Überwachung mbH (GTÜ) in einer aktuellen Pressemitteilung hin.

Aufbewahrungspflicht für Bauunterlagen

In einigen Bundesländern sind die Bauaufsichtsbehörden nicht mehr dazu verpflichtet, bautechnische Unterlagen zu archivieren. Stattdessen müssten sich die Bauherren um die Aufbewahrung der Unterlagen kümmern. Doch viele private Bauherren seien sich laut GTÜ ihrer Verpflichtung zur Archivierung gar nicht bewusst. Gehen Unterlagen verloren, so könne das beispielsweise den Bauherrn in Berlin bis zu 500.000 Euro Strafe kosten. Erforderlich wären dann zudem umfangreiche und teure Bauzustandsuntersuchungen, wenn etwa Umbauarbeiten durchgeführt werden müssen, für die statische Informationen benötigt werden.

Statik entscheidend für sichere Installation einer Solaranlage

Die Installation einer Solaranlage sei riskant, wenn die notwendigen bautechnischen Unterlagen nicht vorhanden sind, so der GTÜ. "Neben der Beachtung der Bauunterlagen empfehlen wir bei der Verankerung von Solaranlagen zusätzlich die Statik der Dächer neu zu berechnen", sagt GTÜ-Geschäftsführer Rainer de Biasi. "Statische Prüfungen ermöglichen eine verbindliche Aussage, ob Gebäude und Dach das Gewicht einer Photovoltaikanlage dauerhaft tragen."

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 meineimmobilie.de-Tipp


Die Bundesregierung unterstützt den Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien bei privaten Immobilien. Wenn Sie eine Solaranlage auf Ihrem Dach installieren wollen, sollten Sie sich deshalb vorab über staatliche Fördermöglichkeiten informieren.