Montag, 15.05.2017 | Autor: Jörg Stroisch, Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2006

Smart gegen Einbrecher: Zusätzlicher Schutz gegen unerwünschte Besucher

Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2006
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Alarmanlage, Rollläden runter und Sicherheitsschlösser. Das alles hilft gegen Einbrecher, allerdings gibt es auch noch neuere Methoden des Einbruchschutzes: So ist eine elektronische Sicherung des eigenen Hauses heute ohne Probleme möglich.

 

Damit machen Sie es Langfingern wesentlich schwerer, einzubrechen. Dennoch sollten Sie zweigleisig fahren und den mechanischen Schutz Ihres Hauses dennoch nicht vernachlässigen!

Steuern Sie Ihre Sicherheit ums Haus per Handy und Tablet

Smart-Home-Anwendungen - darunter versteht man elektronische Steuerungssysteme für Ihr Zuhause - können nicht nur die Energieeffizienz steigern und den Wohnkomfort verbessern, informiert das Versicherungsunternehmen HDI in einer Pressemitteilung.

Auch in punkto Sicherheit leisten sie Einiges: Rollläden, Überwachungskameras, Beleuchtung oder Technik in Haus und Wohnung können bei entsprechender Vernetzung über mobile Endgeräte, wie Handy oder Tablet, aus der Ferne elektronisch gesteuert und auch überwacht werden.

Smart-Home-Systeme sind nur eine zusätzliche Sicherheit 

Noch habe sich der Trend nicht flächendeckend durchgesetzt und spezielle Anwendungen mit Sicherungscharakter seien unterrepräsentiert: Nach Angaben des GDV schützen sich aktuell nur fünf Prozent der Haushalte mithilfe der neuen Technologie. Dirk Höring, Leiter Produktmanagement Privat Sach bei der HDI Versicherung AG, erläutert: "Smart-Home-Systeme sind kein Ersatz für mechanische Sicherungsmaßnahmen. Als Ergänzung eröffnen sie jedoch zusätzliche Möglichkeiten, das Heim gegen Einbruch und weitere unliebsame Ereignisse zu schützen.“

Mit Smart Home können Sie Ihren Einbrecher sogar sehen 

So könne trotz Abwesenheit der Hausbewohner dem Einbrecher gegenüber gezielt der Eindruck erweckt werden, dass in Haus oder Wohnung jemand anwesend ist.

Smarte Überwachungsanlagen zeigen über Sensoren an, ob sich ein Unbefugter an Türen oder Fenstern zu schaffen macht. Einige Anwendungen ermöglichen beispielsweise auch, dass man einen Hinweis auf das Handy bekommt, wenn jemand das heimische Grundstück betritt.

Trotz Smart Home: Vernachlässigen Sie nicht mechanische Absicherungen

Dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zufolge liegt der durchschnittliche Einbruchschaden aktuell bei 3.250 Euro. Was nicht mit Geld zu bemessen ist: Hinzu kommt die psychische Belastung der Betroffenen und der Aufwand für Wiederherstellungs- und Wiederbeschaffungsmaßnahmen.

Dabei können bereits einfache mechanische Maßnahmen, wie abschließbare Griffe und Zusatzsicherungen an Türen und Fenstern, Einbruchsversuche vereiteln, informiert der HDI.

Empfehlenswert sind etwa nachgerüstete Fensterbeschläge mit Pilzkopfzapfen. Diese sind sicherer als standardmäßig verbaute Rollzapfen, denn sie "verkrallen" sich aufgrund ihrer T-Form mit dem Gegenstück. Das Aufhebeln des Fensters wird erschwert.

Studie: Mieter vernachlässigen Einbruchschutz 

Fast jeder zweite befragte Mieter gibt an, dass er nicht bereit ist, in fremdes Eigentum zu investieren. Wer in einer Mietwohnung lebt, ist am schlechtesten geschützt: Nur knapp jede fünfte Wohnung verfügt über abschließbare Fenstergriffe oder zusätzliche Sicherungen an Balkon-/Terrassen- oder Eingangstüren - den beliebtesten Einstiegsstellen von Einbrechern.

Diese gehen professionell vor: Schon nach zehn bis 15 Sekunden ist ein ungesichertes Fenster geknackt.

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Foto: Sebastian Fery / Haufe
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Jörg Stroisch arbeitet als selbstständiger und freier Journalist. Seine Themenschwerpunkte sind informative Ratgeberartikel rund um die privaten Finanzen, insbesondere über die Themengebiete Immobilien, Vorsorge ...
Jörg Stroisch
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