Donnerstag, 20.10.2011 | Autor: mb

Sinnvoll sanieren mit Energieberatung

News: Energetische Sanierung ist eine individuelle Sache: Jedes Haus braucht eine eigene Lösung, um die von der EnEV vorgeschriebenen Standards erfüllen zu können. Welche Sanierungsmaßnahmen die Immobilie braucht, um den Energiebedarf zu senken, erfahren Hauseigentümer und Vermieter durch eine unabhängige Energieberatung.

Der Gesetzgeber legt vor, Hauseigentümer und Vermieter müssen nachziehen: Die Energieeinsparverordnung wurde in den letzten Jahren mehrmals verschärft. Es gelten strenge Auflagen für Neubauten, aber vor allem auch für bestehende Gebäude. Dadurch soll Energie eingespart und der CO2-Ausstoß verringert werden. Wie diese Vorgaben an der eigenen Immobilie umgesetzt werden können, wird bei einer Energieberatung geklärt.

Individuelle Altbausanierung

Welche Schritte notwendig sind, um die Vorgaben der EnEV zu erreichen, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. "Die energetischen Konzepte für den Neubau oder die Sanierung des Altbaus sind vielfältig. Sie sollten individuell geplant und auf das jeweilige Objekt abgestimmt werden. Eine einzige, für alle Immobilien passende Ideallösung gibt es nicht", erläutert Harald Grüner vom Verband Privater Bauherren (VPB) in einer Pressemitteilung. "Beratung ist das A und O."

Bei einem Altbau komme es besonders darauf an, die richtige Sanierungslösung zu finden, so der VPB. Denn eine falsche Sanierung könne erhebliche Schäden am Gebäude nach sich ziehen. Erster sinnvoller Schritt sei deshalb immer ein fundiertes Energie- und Sanierungsgutachten. Erarbeiten sollte das ein unabhängiger Bausachverständiger, der firmen- und produktneutral berät und kein kommerzielles Interesse am Verkauf eines bestimmten Produktes hat.

Energieberatung durch unabhängigen Sachverständigen

Der Bausachverständige berechnet Energieeinsparpotenziale und klärt, welche Baustoffe infrage kommen, in welcher Reihenfolge die Arbeiten erledigt werden müssen und was diese im Einzelnen kosten. Ausgestattet mit diesen detaillierten Vorgaben kann der Hausbesitzer die Sanierung dann systematisch angehen, einzelne Positionen beim örtlichen Handwerk ausschreiben und die Sanierung gegebenenfalls im Laufe mehrerer Jahre in finanziell überschaubaren Etappen absolvieren.

Es müsse nicht immer die große, teure Lösung sein, wenn es ans Energiesparen geht, so der VPB. "Beim Altbau lassen sich viele Bauteile optimieren", erläutert Grüner. "Das reicht vom hydraulischen Abgleich über den Einbau einer neuen Pumpe, den Austausch des Brenners oder auch die Modernisierung der Fußbodenheizung, die nicht länger mit fossilen Brennstoffen betrieben wird, sondern beispielsweise mit Geothermie aus dem Flächenkollektor unter der Rasenfläche im Garten. Jedes Haus hat sein Potenzial und seine Besonderheiten. Nur wer sich vorab beraten lässt, der erfährt etwas darüber."

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