Freitag, 26.06.2009 | Autor: mb, Foto: © Ezio Gutzemberg - Fotolia.com

Seit 1.7.2009: Energieausweis nur für Nichtwohngebäude Pflicht

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Worum geht´s

Energieausweis: Wer einen vorlegen muss.

Seit dem 1.7.2015 sind Energieausweise für alle Nichtwohngebäude Pflicht, die vermietet, verkauft oder verpachtet werden sollen.

 

Doch einer Umfrage zufolge kann derzeit erst für 35 Prozent aller Nichtwohngebäude ein Energieausweis vorgelegt werden.

Der Energieausweis muss nun ab 1. Juli 2009 auch bei Nichtwohngebäuden vorgelegt werden, die vermietet, verpachtet oder verkauft werden sollen. Dazu zählen sowohl Restaurants, als auch Bürogebäude, Hotels oder Einkaufszentren.

Wer eine solche Immobilie kaufen oder mieten will, muss Einblick in den Energieausweis nehmen dürfen. Nach Angaben der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) verfügen bisher jedoch nur 35 Prozent der gewerblichen Nichtwohngebäude über einen Energieausweis. Das ergab eine Umfrage unter Eigentümern.

Energieausweis hilft, Kosten abzuschätzen

"Mit dem Energieausweis können künftige Mieter, Käufer oder Pächter im Vorfeld abschätzen, welche Energiekosten und eventuelle Sanierungsmaßnahmen auf sie zukommen", sagte dena-Bereichsleiter Thomas Kwapich. "Spätestens bei der Gebäudebesichtigung empfiehlt es sich, nach dem Energieausweis zu fragen."

Zwei Drittel aller Eigentümer von Gewerbeimmobilien, die sich bisher einen Energieausweis ausstellen ließen, haben sich für die verbrauchsorientierte Variante entschieden, ein Drittel für die bedarfsorientierte. Beim verbrauchsorientierten Energieausweis werden die realen Heizkosten eines Gebäudes analysiert, beim Bedarfsausweis nimmt der Prüfer die Bausubstanz und die Anlagentechnik unter die Lupe.

Knapp die Hälfte der Eigentümer plant keine Modernisierung

Die dena-Umfrage ergab darüber hinaus, dass 40 Prozent der Eigentümer eine energetische Modernisierung ihrer Immobilie innerhalb der kommenden fünf Jahre planen. 49 Prozent wollen dagegen überhaupt nicht modernisieren.

Und das, obwohl nach Einschätzung der Mehrheit der gewerblichen Eigentümer Vermieter und Verkäufer bereits heute Preisabschläge hinnehmen müssen, wenn ihre Immobilien zu hohe Energiekosten verursachen. "Die dena rät Eigentümern, in die Modernisierung ihrer Nichtwohngebäude zu investieren und damit den Wert ihrer Immobilie zu sichern", kommentierte Kwapich.

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Zugegeben: Auf den ersten Blick haben eine Immobilienanzeige und der Energieausweis wenig gemeinsam.   Auf den zweiten Blick jedoch schon, denn schon seit dem 1.5.2014 müssen Sie in Ihrer Immobilienanzeige den Energieausweis erwähnen. Wenn Sie´s nicht oder falsch tun, droht seit dem 1.5.2015 sogar ein Bußgeld!
Ob die Art des Energieausweises, den Energiebedarfs- und Energieverbrauchswert oder die Energieeffizienzklasse – diese und noch mehr Angaben zur energetischen Qualität einer Immobilie sind seit dem 1. Mai 2014 bei der Vermietung oder dem Verkauf in der Immobilienanzeige Pflicht. 

 meineimmobilie.de-Tipp


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