Mittwoch, 13.03.2013 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2006

Schleppende Entwicklung in der Energiewende

Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2006
Worum geht´s
  • Energiewende läuft schleppend an
  • Sanierungsstau muss behoben werden

In der energiesparenden Heiztechnik konnten 3,4 Prozent Wachstum im Jahr 2012 verzeichnet werden. In Anbetracht des Ziels der Energiewende, zu 80 Prozent Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu beziehen, werden veraltete und ineffiziente Heizungen in Deutschland nur schleppend modernisiert.

Die Energiewende am Wärmemarkt verläuft schleppend. Der Markt für energiesparende Heiztechnik wuchs im Jahr 2012 um lediglich 3,4 Prozent. Damit kommt die Modernisierung trotz Energiewende deutlich langsamer voran als in der ersten Hälfte des letzten Jahrzehnts. Diese Zahlen präsentierten der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V (BDH) und die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) in einer aktuellen Pressemitteilung.

Raus aus dem Sanierungsstau für die Energiewende

Gut 41 Prozent der in Deutschland verbrauchten Energie entfallen alleine auf Gebäude, davon 85 Prozent auf die Heizung und Warmwasserbereitung. Würde dieser größte Energieverbrauchssektor Deutschlands technisch auf Vordermann gebracht, könnten gut 15 Prozent des deutschen Endenergieverbrauchs eingespart werden. Der Hauptgeschäftsführer des BDH, Andreas Lücke, verweist auf den Modernisierungsstau in deutschen Heizkellern: „Nur etwa 25 Prozent der in Deutschland installierten 20 Millionen Heizungsanlagen entsprechen dem Stand der Technik. Moderne Heiztechnik anstelle der veralteten Anlagen würde 30 Prozent und mehr Energie einsparen und somit die Endverbraucher spürbar finanziell entlasten“.  Stephan Kohler, Vorsitzender der Geschäftsführung der dena, ergänzt: „Für eine erfolgreiche Energiewende müssen wir raus aus dem Sanierungsstau. Dafür brauchen wir mehr Markttransparenz sowie eine verlässliche und stetige Förderung.“

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