Montag, 14.11.2016 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © Inga Nielsen - Fotolia.com

Rauchwarnmelder: Wann Sie Ihre wieder austauschen müssen

Foto: © Inga Nielsen - Fotolia.com
Worum geht´s
  • Neue Rauchwarnmelder übernehmen Geräteprüfung automatisch
  • Rauchwarnmelder nach 10 Jahren austauschen 
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Rauchwarnmelder retten Leben. Doch selbst Rauchwarnmelder leben nicht ewig. Nach etwa 10 Jahren sollten Sie die Geräte austauschen. Und genau diese Frist ist in einigen Bundesländern gerade abgelaufen - neben der Nachrüstpflicht in bestehenden Gebäuden. 

Bei den Rauchwarnmeldern kocht jedes Bundesland sein eigenes Süppchen. Deswegen gibt es auch beispielsweise unterschiedliche Fristen für den Einbau in Neubauten, sowie beim Nachrüsten bestehender Gebäude.

Vorsicht: Diese Rauchwarnmelder-Fristen sind bereits abgelaufen! 

So läuft beispielsweise im Saarland und in Nordrhein-Westfalen am 31.12.2016 die Nachrüstpflicht für Bestandsbauten ab.

In Baden-Württemberg war das bereits am 31.12.2014 der Fall. In Bremen am 31.12.2015, in Hamburg am 31.12.2010, in Hessen am 31.12.2014, in Niedersachsen am 31.12.2015, in Rheinland-Pfalz am 11.7.2012, in Sachsen-Anhalt am 3.12.2015 und in Schleswig-Holstein am 31.12.2010.   

Rüsten bzw. installieren Sie entgegen der gesetzlichen Verpflichtung keine Rauchmelder, bleibt das zwar bisher ohne öffentlich-rechtliche Folgen: Selbst Bußgelder sind dafür nicht vorgesehen!

Allerdings riskieren Sie als Eigentümer bei einem Verstoß gegen die Einbau- bzw. Nachrüstpflicht, dass Sie die Leistungen der Feuerversicherung für das Gebäude gekürzt zu bekommen!  

Vorsicht: Auch Rauchwarnmelder leben nicht ewig 

Da selbst Rauchwarnmelder nicht ewig leben, ist es in einigen Bundesländern bereits an der Zeit "alte" Rauchwarnmelder auszutauschen. Spätestens nach 10 Jahren (+ sechs Monate) sollten Rauchwarnmelder ausgetauscht werden.

Und genau diese 10-Jahres-Frist ist bereits in den nachfolgenden Bundesländern abgelaufen:

Hamburg (2016), Hessen (2015), Mecklenburg-Vorpommern (2016), Rheinland-Pfalz (2013), Saarland (2014), Schleswig-Holstein (2015).

In diesen Bundesländern ist das Gesetz zum Einbau von Rauchwarnmeldern in Neubauten bereits vor mindestens 10 Jahren in Kraft getreten.

Jetzt, über 10 Jahre später, sollte sich nun so mancher Eigentümer und Vermieter Gedanken um Nachfolgegeräte machen, denn auch deren Lebensdauer ist begrenzt. So heißt es jedenfalls in einer aktuellen Pressemitteilung von Techem.

Neue Rauchwarnmelder übernehmen die vorgeschriebene Funktionsprüfung automatisch

Bei Rauchwarnmeldern müssen Sie jedes Jahr eine Funktionsprüfung durchführen. Dafür ist je nach Bundesland der Eigentümer oder der Mieter zuständig.

Wer auf Nummer sicher gehen will, dass diese Funktionsprüfung auch tatsächlich durchgeführt wird, sollte sich beim Kauf für einen Rauchwarnmelder mit Selbstkontrollfunktionen entscheiden. Inzwischen ist die Technologie so weit vorangeschritten, dass die neueste Generation von Funk-Rauchwarnmeldern sogar über eine komplette Funkferninspektion verfügt.

Zahlreiche Zusatzfunktionen der Melder und ein speziell auf diese Leistung zugeschnittener Service gewährleisten, dass die jährlich vorgeschriebene Funktionsprüfung automatisch und sogar häufiger als im vorgeschriebenen Jahresturnus erfolgen kann. 

Kommentare (2)

17.11.2016, 9:04 Uhr von ManfredGüntsch Profil ansehen
Das ist einTechem HighTech Rauchmelder der sicher über einem nicht billigen Wartungsvertrag zu bezahlen ist. Leider übernimmt nach meinem Kenntnisstand kein Anbieter dieser Wartungsverträge eine Haftung. Ich kann daher nur raten entsprechend der bay. Bauordnung die Wartung der Rauchmelder beim Wohnungsbesitzer zu belassen.
16.11.2016, 13:17 Uhr von ManfredGüntsch Profil ansehen
Schade, dass Sie die Selbstkontrollfunktionen nicht kurz erklärt haben. Ich kenne nur die Rauchmelder mit Blinkvorrichtung, so dass der Wohnungsbesitzer jederzeit feststellen kann, ob beispielsweise die Batterie noch funktioniert. Nur diese haben wir verwendet.
Wir haben einmal bei Techem nachgefragt, was es mit der Selbstkontrollfunktion der Rauchwarnmelder auf sich hat. Hier die Antwort: Die Rauchwarnmelder von Techem nehmen wöchentlich eine Alarmprüfung vor. Die Gegenstandserkennung (wöchentlich) erfolgt per Ultraschall, ähnlich wie sie auch bei Kfz-Einparkhilfen verwendet werden. Es werden Gegenstände in einem Radius von bis zu 60 Zentimetern detektiert. Das Gerät speichert jeweils die Ergebnisse der letzten Prüfung. Außerdem überwacht es wöchentlich automatisch, ob die Raucheindringöffnungen durchlässig sind. In Verbindung mit Techem Smart System werden die Daten mindestens zweimal im Monat übermittelt und ausgewertet. Der Status des Selbsttests, sowie das Datum, wann die letzte Prüfung stattfand, werden per Funk übertragen. Mehr zu den Rauchwarnmeldern von Techem finden Sie hier http://www.techem.de/fileadmin/de/pdf/techem.de/2_MainNav/01_Privat_Vermieter/03_Sicherheit_und_Gesundheit/02_Rauchwarnmelder/84385-05-1116-Broschuere-Funkrauchwarnmelder.PDF
Mit dem Jahreswechsel 2016 hat sich auch wieder die Pflicht ausgeweitet, Rauchmelder einzubauen. In Neubauten sind sie nun deutschlandweit, außer in Brandenburg und Berlin, Pflicht.  In Bestandsbauten in Baden-Württemberg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pflalz, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. In Berlin soll die Rauchwarnmelderpflicht noch dieses Jahr kommen. Da der Rauchmeldereinbau mit Kosten verbunden ist, stellt sich zwangsläufig die Frage: Ist das eigentlich absetzbar?
Rauchwarnmelder retten Leben. Dennoch gibt es immer noch 2 Bundesländer, in denen Rauchwarnmelder nicht vorgeschrieben sind. In anderen Bundesländern ist dagegen schon die Nachrüstpflicht in bestehenden Gebäuden abgelaufen und dennoch kein Rauchwarnmelder an der Decke.  Wer zur eigenen und zur Sicherheit seiner Mieter Rauchwarnmelder kaufen will, bekommt schon für wenige Euro gute und schützende Rauchmelder im Handel. Denn gut heißt nach einem aktuellen Test der Stiftung Warentest nicht unbedingt teuer! 
Ein minutenlanger schriller Pfeifton, der einem durch Mark und Bein fährt – und nicht mehr aufhört: Der Rauchmelder ist angesprungen und kurz darauf steht auch schon die Feuerwehr vor der Tür. Feuer? Fehlanzeige. Zum Glück! Dennoch besteht die Feuerwehr auf das Geld für den Einsatz. Sie dagegen wollen vom Mieter Geld für die eingetretene Wohnungstür.
„Boarding completed“, könnte man jetzt sagen. Nein, der neue Hauptstadtflughafen ist noch nicht fertig, aber Berlin hat gerade als letztes Bundesland eine Rauchwarnmelderpflicht eingeführt. Die soll für Neubauten ab dem 1.1.2017 gelten. Für bestehende Gebäude gibt es eine Nachrüstpflicht. 
Mein Rauchmelder, Dein Rauchmelder: Klar, können Sie mit dem Mieter Gänseblümchen zupfen machen, um herauszufinden, welcher Rauchmelder nun bleiben darf, wenn Sie welche montieren wollen, aber der Mieter bereits schneller war. Aber es geht auch einfacher und ohne Gänseblümchen: Mit diesem aktuellen BGH-Urteil, das klärt, wer seinen Rauchmelder abschrauben muss.

 meineimmobilie.de-Tipp

Als Vermieter können Sie die Anschaffungskosten für die Rauchwarnmelder zumindest als Werbungskosten steuerlich absetzen. Sie können die Ausgaben dafür in der Anlage V geltend machen. 

 

Absetzbar sind dabei sowohl die Kosten für die Rauchmelder selbst als auch die für den Einbau - falls Sie diesen nicht selbst vorgenommen haben. Als Nachweis dienen die entsprechenden Rechnungen.