Donnerstag, 14.02.2013 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2006

Professionelle Handwerksarbeit statt Schwarzarbeit

Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2006
Worum geht´s
  • Schwarzarbeit ist eine Straftat
  • Professionelle Handwerksarbeit wird hoch geschätzt
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Die Einsicht, dass gute Handwerksarbeit eine hohe Garantie für preiswerte und nachhaltige Leistung ist, wächst unter Bauherren und Modernisierern deutlich. Denn immer mehr deutsche Immobilieneigentümer stufen Schwarzarbeit als kriminelles Vergehen ein.

Immer mehr Immobilieneigentümer bringen ihren Handwerkern ein hohes Vertrauen entgegen und schätzen die Leistung. Professionelle Handwerksarbeit steht vor der Schwarzarbeit, wie eine aktuelle Umfrage der BHW-Bausparkasse zeigt. Demnach seien 51 Prozent der Befragten der Meinung, dass Schwarzarbeit eine Straftat ist. 2005 vertraten nur 36 Prozent diese Ansicht.

Schwarzarbeit als kriminelles Vergehen

Schwarzarbeit wird immer häufiger als kriminelles Vergehen eingestuft. Während im Jahr 2005 noch 36 Prozent der Immobilieneigentümer der Meinung waren, dass Schwarzarbeit eine Straftat sei, sind nun 51 Prozent der Befragten dieser Meinung. Nur 12 Prozent bezeichnen Schwarzarbeit als Kavaliersdelikt. Besonders im Osten der Republik hat sich die Haltung gewandelt. Im Vergleich zu 2005 stieg hier der Anteil der Menschen, die Schwarzarbeit als Straftat einstufen, um 21 Punkte auf 56 Prozent. "Die Ergebnisse unserer Vergleichsumfrage belegen deutlich, dass Bauherren immer größeren Wert auf Qualität und Zuverlässigkeit legen", kommentiert Rüdiger Grimmert von der BHW-Bausparkasse das aktuelle Umfrageergebnis.

Mit Steuererleichterung gegen Schwarzarbeit

Nach Schätzungen des Instituts für angewandte Wirtschaftsforschung machen Baugewerbe und Bauhandwerk über ein Drittel der Schwarzarbeit in Deutschland aus. Das verursacht jährlich einen enormen volkswirtschaftlichen Schaden, der dem deutschen Handwerk schwer zusetzt. Dabei gibt es gute Gründe, auf Schwarzarbeit zu verzichten. Der Gesetzgeber bietet Steuererleichterungen für Bauherren und Modernisierer. "Private Haushalte können Handwerkerrechnungen bis zu einem Höchstbetrag von 6.000 Euro von der Steuer absetzen", bestätigt Grimmert. "20 Prozent – also bis zu 1.200 Euro – können von der Steuerschuld abgezogen werden." Verbunden mit der gesetzlichen Garantie auf Handwerksleistungen lohnt sich diese Rechnung wirklich.

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