Montag, 28.03.2016 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © ponsulak - Fotolia.com

Neubauten: Seit 1.1.2016 gelten verschärfte energetische Standards

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Worum geht´s
  • Neubauten: Verschärfung der energetischen Standards und die Förderung vom Staat

Für Neubauten gilt seit Anfang des Jahres ein niedrigerer Grenzwert für den zulässigen Energiebedarf. Die Heizung fällt dabei ganz besonders ins Gewicht. Mit der verschärften Energieeinsparverordnung (EnEV) fordert der Staat, er fördert aber auch.

Neubauten dürfen seit diesem Jahr nur noch ein Viertel weniger Energie benötigen als bisher. Denn zum 1.1.2016 wurde die EnEV (=Energieeinsparverordnung) verschärft, die die energetischen Anforderungen beim Hausbau und bei Gebäudesanierungen regelt.

Der VdZ – Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik e.V.  nimmt dies zum Anlass und informiert zu effizienten Heizungsarten und der finanziellen Förderung.

Was Sie bei Neubauten bezüglich des niedrigen Energiegrenzwerts wissen müssen

Mit der veränderten EnEV muss der jährliche Energiebedarf für Heizung, Warmwasserbereitung, Kühlung und Lüftung nun 25 Prozent unter dem bisher zulässigen Wert liegen“, erklärt Michael Herma, Geschäftsführer des Spitzenverbandes VdZ und erläutert: „Bei der Berechnung wird nicht nur der tatsächliche Energiebedarf im Haus selbst berücksichtigt, sondern auch, wie viel Energie bereits bei Gewinnung und Transport der eingesetzten Energieträger anfällt.“

Das hat zur Folge, dass fossile Brennstoffe, wie Öl oder Gas, den Gesamtenergiebedarf des Hauses mehr erhöhen als erneuerbare Energien.

Mit effizienten Wärmepumpen, Pelletheizungen oder Solarthermieanlagen lässt sich eine gute Energiebilanz in Neubauten erreichen, die auch der neuen EnEV entspricht.

Ab April gilt eine veränderte KfW-Förderung für Neubauten

Es kann sich lohnen, effizienter zu bauen, denn die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert die Maßnahmen mit zinsgünstigen Krediten. Liegt der Energiebedarf beispielsweise nur bei 55 Prozent des laut EnEV erlaubten Wertes, kann ein Kredit für das „KfW-Effizienzhaus 55“ beantragt werden.

Zudem wird ab April das Förderprogramm „KfW-Effizienzhaus 70“ abgeschafft.

Neu eingeführt wird dafür das „KfW-Effizienzhaus 40 Plus“ und der Förderhöchstbetrag, der pro Wohneinheit von aktuell 50.000 Euro auf 100.000 Euro steigt.

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Bereits in der seit Mai letzten Jahres gültigen Energieeinsparverordnung 2014 ist festgelegt, dass die energetischen Anforderungen an Neubauten verschärft werden.   Ab 2016 wird es nun ernst, denn dann gelten erhöhte energetische Standards. Und: So lange ist es bis dahin ja gar nicht mehr!

 meineimmobilie.de-Tipp

Verschiedene Förderprogramme auf unterschiedlichen Ebenen können Ihnen die Finanzierung Ihres Hauses erleichtern:
 

KfW-Darlehen: Die KfW bietet eine ganze Reihe von Darlehens- und Zuschussprogrammen an. Die Darlehen bieten Zinskonditionen unter dem Marktpreis und müssen über die finanzierende Bank beantragt werden. www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/
 

BAFA-Programme: Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert zum Beispiel das Heizen mit erneuerbaren Energien oder die Energieberatung. www.bafa.de