Montag, 26.06.2017 | Autor: Jörg Stroisch, Foto: © sasel77 - Fotolia.com

Neubau: Viele Bauherren setzen auf eine Wärmepumpe

Foto: © sasel77 - Fotolia.com
Worum geht´s
  • Wärmepumpe
  • regenerative Energien
  • Heizenergie

32 Prozent der in 2016 fertiggestellten Wohngebäude wurden mit einer Wärmepumpe ausgestattet, stellt der Bundesverband Wärmepumpe fest. Der  Wärmepumpen-Anteil bleibt damit stabil - und kann für Bauherren eine interessante Option sein.

Wärmepumpen sind gerade bei Ein- und Zweifamilienhäusern sehr beliebt

Der Anteil der Wärmepumpen im Neubau (Wohngebäude) blieb 2016 mit 31,8 Prozent gegenüber 2015 (+ 0,4 Prozentpunkte) weitgehend konstant, beschreibt der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) in einer Pressemitteilung. Der Verband bezieht sich dabei auf aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes.

Besonders stark sei die Wärmepumpe im Bereich der Ein- und Zweifamilienhäuser (34,0 Prozent). Auch bei Mehrfamilienhäusern (16,0 Prozent) und Nichtwohngebäuden (13,6 Prozent) konnten die Marktanteile gehalten werden.

Insgesamt wurden rund 36.500 Neubauten mit Wärmepumpen ausgestattet, etwa 2.000 mehr als im Vorjahr.

Eine Wärmepumpe bringt ganzjährig eine gleichbleibende Wärmeleistung

Eine Wärmepumpe nutzt die Erdwärme für die Heizenergie. Mit einer Wärmepumpe werden Wärmequellen angezapft und die dadurch erzeugte Wärme durch eine Flüssigkeit transportiert und anschließend damit das Heizwasser erhitzt. Wärmepumpen kommen als Erdsonde oder Erdkollektor zum Einsatz.

Beim Anzapfen der Erdwärme ist ganzjährig eine gleichbleibende Wärmeleistung möglich. Bei der Luft-Wärmepumpe saugt ein Ventilator Außenluft an, die als Wärmequelle dient.

Cleverle: Jeder Zweite in Baden-Württemberg setzt auf eine Wärmepumpe

47,9 Prozent der Bauherren in Baden-Württemberg setzten 2016 laut Statistik auf Wärmepumpen. Das Bundesland ist damit Spitzenreiter. Damit entschieden sich hier sogar mehr Bauherren für Erd- und Umweltwärme als für Gasheizungen.

Kommentare (1)

29.6.2017, 17:35 Uhr von Matulla Profil ansehen
Da eine Waermepumpe wie ein Kuehlschrank mit Kompressor arbeitet, verbraucht er auch Strom, was gearde im Winter bei tieferen Aussentemperaturen hoehere Stromkosten verursacht. Bei den stetig steigenden Stromkosten, ein teures Vergnuegen.
Foto: Sebastian Fery / Haufe
Foto: Sebastian Fery / Haufe

Es schreibt für Sie

Jörg Stroisch arbeitet als selbstständiger und freier Journalist. Seine Themenschwerpunkte sind informative Ratgeberartikel rund um die privaten Finanzen, insbesondere über die Themengebiete Immobilien, Vorsorge ...
Jörg Stroisch
News: Mit einer Wärmepumpe sparen Verbraucher im Vergleich zur Öl- oder Gasheizung erhebliche Kosten und profitieren sogar noch von einer Förderung von Bund und Ländern.
Kurz erklärt: Viele reden von der Wärmepumpe, aber wie funktioniert sie überhaupt? Über die Grundprinzipien der Wärmegewinnung.

 meineimmobilie.de-Tipp

Als Bauherr sind Sie nach der Energieeinsparverordnung ohnehin verpflichtet, auch regenerative Energien bei der Heizwärmeerzeugung zu berücksichtigen.

 

Dabei gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Informieren Sie sich unabhängig und ganzheitlich mithilfe eines Energieberaters, was für Sie am besten passt.