Montag, 16.03.2009 | Autor: heihec

Modernisierungstempo beleben

News: Fast jeder zweite Hausbesitzer hat in den vergangenen Jahren noch nicht in Modernisierungsmaßnahmen investiert. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage der Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft e. V. (VdZ) und der Verbraucherzentrale Bundesverband hervor.

Bis zum Jahr 2020 möchte die Bundesregierung den CO2-Ausstoß in Deutschland um 20 Prozent reduzieren. Doch dieses Ziel scheint noch in weiter Ferne zu sein, denn laut des aktuellen Modernisierungs-Barometers der Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft e. V. (VdZ) und der Verbraucherzentrale Bundesverband investierten erst 54 Prozent der befragten Hausbesitzer in den letzten Jahren in Modernisierungsmaßnahmen.

Abschreibungsmöglichkeiten und Verschrottungsprämie

Eine bessere Absetzbarkeit von der Steuer wäre für 35 Prozent der Befragten ein Anreiz, ihre alte Heizungsanlage zu modernisieren. Eine Verschrottungsprämie für die alte Heizung fänden 27 Prozent attraktiv. "In Deutschland wird noch zu häufig mit Heizungs-Oldtimern geheizt, die unnötig viel Energie und Kosten verbrauchen. Hier kann mit konkreter Hilfe der Politik nachhaltiger gespart und auch die Konjunktur belebt werden", so VdZ-Präsidentin Barbara Wiedemann. Deshalb fordern die VdZ und die Verbraucherzentrale Bundesverband von der Bundesregierung steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten sowie eine Verschrottungsprämie für alte Heizungen, um damit Verbraucher zu entlasten.

Durch die Modernisierung der Heizungsanlagen könnten nach Berechnungen des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) bundesweit jährlich 17,9 Milliarden Kilowattstunden für Raumwärme und 9,73 Millionen CO2 eingespart werden. Dazu müssten 4,7 Millionen veraltete Heizungen modernisiert werden.

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