Montag, 26.09.2016 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © tinadefortunata - Fotolia.com

Mit Sicherheit: Einbrecher fahren nicht in den Urlaub

Foto: © tinadefortunata - Fotolia.com
Worum geht´s
  • Einbrecher verreisen nicht
  • Immobilie einbruchsicher machen 

Kaum sind die Sommerferien vergangen, stehen auch schon wieder die nächsten Ferien vor der Tür. Leider schnellen in der Ferienzeit immer auch die Einbruchzahlen nach oben, denn Einbrecher machen keinen Urlaub.

 

Doch schon mit ein paar kleinen, gezielten Maßnahmen lassen sich Schwachstellen an Ihrer Immobilie sicherer machen. 

Einbrecher finden meistens mehrere Wege ins Haus, dabei lassen sich Einbrüche schon mit einfachen Maßnahmen verhindern. Der Verband Wohneigentum NRW e.V. gibt Tipps, wo man ansetzen sollte.

Fenster und Türen einbruchsicher machen

Die typischen Schwachstellen sind und bleiben die „Öffnungen“ der Immobilie. Damit sind Türen,  auch Keller- und Nebeneingangstüren, sowie Fenster gemeint. Neben Sicherungen auf der Bandseite sollten alle Türen mit hochwertigen Schutzbeschlägen versehen sein, die den Schließzylinder sicher gegen Aufbohrversuche schützt.

Bei Fenstern sollten möglichst einbruchhemmende Beschläge mit Pilzkopfzapfen verbaut sein. Sind die Fenster oder Fenstertüren nur mit Standardbeschlägen ausgestattet, lassen sie sich meist leicht und schnell mit Zusatzsicherungen nachrüsten. Bei der Auswahl der Nachrüstsicherungen sollte neben einer höheren Widerstandskraft und VdS-Anerkennung vor allem auf eine einfache Handhabung geachtet werden. Nur dann wird man die Zusatzsicherung auch regelmäßig benutzen.

Keine Abwesenheitsbotschaften hinterlassen

Wer in den Urlaub fährt, sollte außerdem „Einstiegshilfen“ im Garten, wie Mülltonnen oder Gartenmöbel, im Keller oder der Gartenhütte einschließen. Sind Rollläden die ganze Zeit über heruntergelassen und Vorhänge geschlossen, ist dies eine klare Botschaft an jeden Einbrecher: Die Bewohner sind verreist! Ganz wichtig: Sorgen Sie dafür, dass der Briefkasten regelmäßig geleert wird.

Hinweise mit Angaben zur Länge des Urlaubs haben auf der Mailbox, dem Anrufbeantworter, im Abwesenheitsassistenten des E-Mail-Postfachs oder in den sozialen Medien nichts zu suchen. Wertgegenstände und wichtige Unterlagen gehören in ein Bankschließfach oder daheim zumindest in einen Tresor.

"Falls es zu einem Einbruch kommt, hilft der Versicherung bei der Schadensregulierung eine vorher erstellte Liste der Wertgegenstände weiter“, so der Rat von Hans-Michael Schiller, Vorsitzender des Verbands Wohneigentum NRW e.V.

Kommentare (0)

Kommentieren, ergänzen Sie jetzt den Artikel oder geben Sie dem Autor Feedback. Einfach anmelden und losschreiben.
So großzügig wie derzeit wurden die Fördermittel für barrierefreies Wohnen noch nie verteilt: Schon seit August 2015 bekommen Sie von der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ein zinsgünstiges Darlehen (0,75 % effektiv!) von bis zu 50.000 Euro für alle Maßnahmen, mit der Sie als Haus- und Wohnungsbesitzer Ihr Zuhause bis ins hohe Alter alltagstauglich machen.    Das Darlehen können sowohl Selbstnutzer als auch Vermieter beantragen.     Ein guter Anlass einmal darüber nachzudenken, Ihr Bad barrierefrei umzubauen, Türen zu verbreitern oder zusätzliche Handläufe im Treppenhaus oder im Flur anzubringen.   
Einbrecher haben keine Angst im Dunklen und machen auch keine Ferien. Ganz im Gegenteil: Sie nutzen die Dunkelheit und die Ferienzeit aus, um "ihrem Geschäft" nachzugehen.  Genau zu diesen Zeiten herrscht nämlich Hochsaison bei den Langfingern, aber auch bei privaten Sicherheitsdiensten und Wachschützern. Zusätzlich werden auch immer mehr Privateigentümer aktiv und nehmen den Schutz ihres Eigentums zunehmend selbst in die Hand.
Die Tage werden kürzer und die Dunkelheit bricht früh ein: Die perfekte Zeit für Langfinger. Immobilienbesitzer sollten vorbereitet sein, denn Vorbeugen lohnt sich.

 meineimmobilie.de-Tipp

Grundsätzlich sollten Türen immer abgeschlossen und nicht nur zugezogen werden. Ebenso die Fenster – dies auch schon aus Gründen des Versicherungsschutzes.

 

Manche Hausratversicherung verweigert die Schadensregulierung, wenn sich herausstellt, dass bei einem Einbruch eine Tür nicht verriegelt oder das Fenster nicht richtig verschlossen war. Dies wird als Fahrlässigkeit gewertet und der Versicherungsschutz geht verloren.