Donnerstag, 04.12.2008 | Autor: Heidi Hecht/mb

Mit dem Kamin richtig heizen

Worum geht´s

Ein Kamin gehört für viele Hausbesitzer zum Wunsch, denn die Wärme ist behaglich. Beim Einbau und der Befeuerung muss einiges beachtet werden.

Topstory: Wärme breitet sich im Raum aus, das Holz knistert und die Flammen züngeln - es ist Winterzeit und der Kamin lädt zu gemütlichen Abenden ein. Dabei sollten Kaminbesitzer einige wichtige Punkte beachten. Tipps rund um den Kamin.

Ob Heizkamin, Kachelofen oder mobiler Kaminofen - prinzipiell kann in jedes Haus mit Schornstein ein Ofen eingebaut werden, allerdings müssen einige Vorschriften beachtet und Vorkehrungen getroffen werden.

Zunächst ist es wichtig, einen geeigneten Platz mit Kaminanschluss auszuwählen. Wichtig ist, dass der Kamin mindestens 20 Zentimeter Abstand von der Wand hat und etwa 60 bis 80 Zentimeter zu den Möbeln. Außerdem muss er auf unbrennbarem Material, wie beispielsweise auf Fliesen oder einer Bodenplatte stehen. Im nächsten Schritt muss das Vorhaben mit dem zuständigen Bezirksschornsteinfeger besprochen werden, denn dieser entscheidet, ob die Voraussetzungen gegeben sind und genehmigt den Einbau und Betrieb.

Wer handwerklich geschickt ist, kann den Kamin auch selber einbauen. Allerdings rät der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks zur Installation durch einen Fachmann, denn es gibt auch Gefahrenquellen, wie zum Beispiel, dass der Rauchrohrabzug nicht fachgerecht angebracht wurde. Dann können giftige Gase austreten, die vom Rückstau am Schornstein her stammen.

Holz für den Kamin besorgen

Steht der Kaminofen erst einmal, muss natürlich auch für Brennmaterial gesorgt werden. Brennholz gibt es im Baumarkt, Holzfachhandel oder im Wald vom Forstamt. Das Holz vom Forstamt ist günstiger. Dort kann man sich das Holz bestellen und klein gehackt nach Hause liefern lassen oder selbst Hand anlegen. Ein Motorsägen-Lehrgang vermittelt die wichtigsten Grundlagen, anschließend kann man in einem abgesteckten Bereich das Holz selbst aufbereiten. Der Preis richtet sich dann nach Holzart, Wegerreichbarkeit und Standort und liegt zwischen acht und 17 Euro pro Kubikmeter. Natürlich können auch fertig an den Waldweg gerückte oder auch herumliegende Äste und Zweige gekauft werden.

Um das Brennholz sollte man sich rechtzeitig kümmern und langfristig planen, denn Holz brennt nur sauber und rückstandsfrei, wenn es trocken ist. "Trocken" heißt, die Restfeuchte liegt bei unter 20 Prozent. Dafür sollte es mindestens zwei bis drei Jahre an einem trockenen und luftigen Platz gelagert werden.

Im Kamin richtig heizen

Um richtig und auch umweltfreundlich zu heizen, sollte unbedingt nur trockenes Holz verwendet werden. Angefeuert werden sollte nur mit guter Verbrennungsluftzufuhr, dabei ist es wichtig, den Brennraum nicht zu überladen. Besser öfter kleine Brennholzmengen hineinlegen und keine große Menge Papier oder Karton hinzugeben, damit das Holz kontinuierlich abbrennen kann. Beim weiteren Heizen nicht zu viel Holz auflegen. Die Holzmenge sollte stets dem Wärmebedarf angepasst sein. Lieber kleinere Mengen auflegen, aber dafür häufiger.

Kamin regelmäßig warten

Beim Verbrennen von Holz entsteht nicht nur Wärme, sondern auch Ruß. Deshalb sollte jede Feuerstelle spätestens alle zwei Jahre gereinigt und gewartet werden. Dazu gehört die Rußentfernung, denn jeder Millimeter Ruß mindert die Heizleistung um drei bis fünf Prozent. Außerdem ist darauf zu achten, dass die Dichtungen an den Kamin- oder Ofentüren richtig schließen. Daher sollten diese Dichtungen jährlich einmal ausgewechselt werden, damit keine Rauchgase in den Raum entweichen können.

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