Montag, 10.10.2016 | Autor: Heidi Hecht , Foto: © Otto Durst - Fotolia.com

Mehrgenerationenhaus: Ein interessantes Wohnkonzept fürs Alter

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Worum geht´s
  • Wohnen im Alter
  • Mehrgenerationenhaus 

Der demografische Wandel stellt unsere Gesellschaft vor große Herausforderungen. Auch wenn heute viele ältere Menschen bis weit ins hohe Alter hinein fit sind, stellt sich bei den meisten doch irgendwann die Frage nach der passenden Wohnform. Denn die wenigsten wollen in ein Alters- oder Pflegeheim. Das Mehrgenerationenhaus könnte eine passende Alternative sein.

Während sich die einen wünschen, möglichst lange selbstständig in den eigenen vier Wänden zu leben, können sich andere durchaus vorstellen, im Alter bei den Kindern einzuziehen.

Die Wohnform, dass heute mehrere Generationen einer Familie unter einem Dach zusammenleben, ist in unserer Gesellschaft die Ausnahme. Dabei bietet das Mehrgenerationenhaus viele interessante Aspekte, die sich auf das moderne Zusammenleben der Generationen auch in Mehrfamilienhäusern übertragen lassen“, sagt Hans-Michael Schiller, Vorsitzender des Verband Wohneigentum NRW e.V.

Vom Mehrgenerationen- zum Familienhaus

Die Idee des Mehrgenerationenhauses ist, dass ein Gebäude zentraler Begegnungsort ist, in dem mehrere Generationen - und das müssen nicht unbedingt Verwandte sein! - unter einem Dach zusammenleben.

Neben dem Miteinander-Wohnen bieten Mehrgenerationenhäuser viel Raum für gemeinsame Aktivitäten. Die Atmosphäre der Häuser soll dazu beitragen, ein neues nachbarschaftliches Miteinander zu schaffen.

Mehrgenerationenhaus: Jüngere helfen Älteren und umgekehrt

Gerade der generationenübergreifende Ansatz ist dabei der Kern der Mehrgenerationenhäuser und zugleich das Alleinstellungsmerkmal, denn Jüngere helfen hier Älteren und umgekehrt.

Das Bundesfamilienministerium unterstützt dieses Konzept aktiv, denn das Zusammenspiel der Generationen bewahrt Alltagskompetenzen und Erfahrungswissen und fördert darüber hinaus die Integration und den Zusammenhalt zwischen Menschen unterschiedlichen Alters.

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Topstory: Der demografische Wandel gibt es vor: Immer mehr ältere Menschen leben auch alleine in ihren Wohnungen. Das Konzept „Ambient Assisted Living“ will ihnen mehr Sicherheit im Alltag bieten – und versteht sich als Kombination aus baulich-technischen Ideen und sozialen Angeboten.
Der demografische Wandel lässt grüßen. Und für Sie als Vermieter oder Hausbesitzer kann es sich deshalb lohnen, mal einen Blick auf Ihre Wohnung zu werfen: Ist die barrierefrei und altersgerecht?

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Barrierefreiheit ist ein Topthema derzeit. Entsprechend gibt es bei der KfW einige sehr attraktive Zuschuss- und Kreditprogramme.

 

Der Verband Privater Bauherren weist auch darauf hin, dass sich Wohnriestern für die Barrierefreiheit einsetzen lässt. Fragen Sie auch in Ihrem Bundesland nach, ob es hier vielleicht entsprechende Programme gibt!