Montag, 14.01.2013 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2008

Mehr Transparenz am Ökostrom-Markt

Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2008
Worum geht´s
  • Mit Herkunftsnachweis für Ökostrom gegen Doppelvermarktung
  • Transparenz und Sicherheit am Ökostrom-Markt für Immobilienbesitzer
Stichworte zu diesem Thema

Durch die Einführung des Herkunftsnachweises in Deutschland herrscht für Immobilienbesitzer mehr Transparenz am Ökostrom-Markt. Denn der Herkunftsnachweis bestätigt, dass der Strom wirklich aus erneuerbaren Energien erzeugt wurde.

Das Herkunftsnachweisregister für Ökostrom (HKNR) beim Umweltbundesamt (UBA) hat zu Beginn des Jahres seinen Betrieb aufgenommen und schafft damit mehr Transparenz und Sicherheit am Ökostrom-Markt. Das UBA bestätigt mit den Herkunftsnachweisen, dass Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt wurde.

Herkunftsnachweis für Ökostrom

Der Herkunftsnachweis für Ökostrom funktioniert wie eine Geburtsurkunde, ist aber kein Qualitätssiegel. In der Form eines elektronischen Dokuments bescheinigt der Nachweis, wo und wie Strom aus erneuerbaren Energien produziert und eingespeist wurde. Für jede Megawattstunde erneuerbaren Stroms erhält der Erzeuger genau einen Herkunftsnachweis. Dieses elektronische Dokument wird nach der Lieferung des Stroms an den Verbraucher für die Stromkennzeichnung verwendet und nach einmaliger Nutzung entwertet.

Europäische Richtlinien für Ökostrom Herkunftsnachweis

Die Einrichtung des HKNR ist durch die europäische Richtlinie 2009/28/EG vorgegeben. Die Mitgliedstaaten müssen danach ein genaues, zuverlässiges und betrugssicheres System für Herkunftsnachweise bereitstellen. Das Umweltbundesamt ist als zentrale Behörde für die Registerführung zuständig. Erzeuger von Strom aus erneuerbaren Energien müssen sich und ihre Anlagen beim HKNR registrieren, dann stellt das UBA für in Deutschland erzeugten erneuerbaren Strom Herkunftsnachweise aus und schreibt diese auf ihrem Konto gut. Damit sorgt der Herkunftsnachweis dafür, dass die Eigenschaft „erneuerbarer Strom“ nur einmal an Stromverbraucher verkauft werden kann, also nicht doppelt vermarktet wird.

Mit Herkunftsnachweis für Ökostrom gegen Doppelvermarktung

Wer Strom aus erneuerbaren Energien produziert, darf diese Stromeigenschaft vermarkten – aber nur ein einziges Mal. In der Stromkennzeichnung dürfen ab November 2014 nur noch Herkunftsnachweise verwendet werden, die im HKNR entwertet wurden. Ein Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EVU) weist seinen Kunden den Anteil „sonstige erneuerbare Energien“ separat in der Stromrechnung aus und muss für genau diese Strommenge Herkunftsnachweise entwertet haben. Damit verhindert das HKNR künftig eine bisher verbreitete Form des einfachen Umetikettierens von Strom mittels Kauf und selbstständiger Entwertung von Herkunftsnachweisen durch Stromverbraucher zur Verbesserung der eigenen Klimabilanz.

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Gute Ökostromangebote sind derzeit günstiger als herkömmliche Stromtarife. Durchschnittlich spart ein Vierpersonenhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunde 100 Euro im Jahr.
Wer einen Ökostrom-Tarif wählt, der möchte seinen Beitrag zum Umweltschutz leisten und die Energiewende vorantreiben. Doch bei der Auswahl der Tarife ist Vorsicht geboten, denn nicht jeder Anbieter engagiert sich auch für den Ausbau erneuerbarer Energien.

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