Montag, 27.02.2012 | Autor: heihec

Kürzung der Photovoltaik-Förderung und ihre Folgen

Worum geht´s
  • Kürzung Einspeisevergütung für Solarstrom
  • weniger Rendite für Photovoltaik-Besitzer
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Die Bundesregierung möchte die Einspeisevergütung für Solarstrom erneut massiv kürzen. Die Folge für Hauseigentümer: Wenn die Anlagenpreise nicht deutlich sinken, erzielen Hauseigentümer nur noch magere Renditen.

Hauseigentümer, die ihre Solaranlage nach dem 8. März 2012 in Betrieb nehmen, sollen für ihren Strom deutlich weniger Geld bekommen als bislang. Denn die Bundesregierung plant, die Vergütung für Betreiber kleiner Anlagen um rund 20 Prozent zu senken. Die Stiftung Warentest hat für das Onlineportal test.de errechnet, welche Rendite Anlagenbetreiber ab dem 9. März noch erwarten können.

Photovoltaik: hohe Anlagepreise und magere Rendite

Sinken die Photovoltaikanlagenpreise nicht, erzielen Hauseigentümer in Zukunft nur noch magere Renditen. Dies zeigt folgende Beispielrechnung: Ein Anlagenbesitzer hatte Anfang 2012 Anschaffungskosten von etwa 2.200 Euro pro Kilowatt Leistung, fährt einen Stromertrag von 900 Kilowattstunden pro Kilowatt Leistung im Jahr ein und verbraucht 20 Prozent des Stroms selbst – dann konnte er bei Berücksichtigung aller Kosten mit einer Rendite von 6,7 Prozent rechnen.

Nimmt der Hausbesitzer seine Anlage nach dem 9. März in Betrieb, halbiert sich seine Rendite im Musterfall auf 3,4 Prozent. Sind die Voraussetzungen ungünstiger, weil die Anlage in der Anschaffung teurer ist oder weniger Strom produziert, kann die Rendite noch deutlich dürftiger ausfallen. Wer solch eine Anlage großteils auf Kredit finanziert, riskiert sogar noch Verluste.

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 meineimmobilie.de-Tipp

Solarstrom-Interessenten sollten sich in Ruhe nach günstigen Photovoltaik-Anlagen umsehen. Die Rechnung kann sich ändern, wenn die Anlagenpreise in den nächsten Monaten weiter fallen. Im Zweifel kann es sich daher lohnen, etwas abzuwarten. Auch sollten Betreiber in Zukunft so viel Solarstrom wie möglich selbst verbrauchen. Denn der eigene Strom ist in aller Regel bereits billiger als Steckdosenstrom.