Klimaschutz endet am Geldbeutel

Das Immobilienportal Immowelt.de hat im März 1400 Verbraucher gefragt, ob sie mehr Miete zahlen würden, wenn ihre Wohnung energetisch saniert wäre. Das Ergebnis: Über 70 Prozent der deutschen Mieter sind nicht bereit, für ein energetisch saniertes zu Hause mit geringerem CO2-Ausstoß mehr zu bezahlen.
Ergebnisse im Überblick
Mehr als 50 Prozent der Mieter lehnen generell eine höhere Kaltmiete aufgrund einer klimafreundlichen Sanierung ab. Weitere 20 Prozent sind ambivalent: Sie würden eine Mieterhöhung nur dann in Kauf nehmen, wenn durch die Sanierung ihre Nebenkosten um mindestens den gleichen Betrag sinken.
Nur einer Minderheit der Mieter ist aktiver Klimaschutz wirklich Bares wert: Um geeignete Sanierungsmaßnahmen mit zu finanzieren, würden 14 Prozent der Mieter einer Wohnkosten-Erhöhung von bis zu 10 Prozent zustimmen. Weitere sechs Prozent wären bereit, noch tiefer in die Tasche zu greifen: Sie würden ein Fünftel mehr fürs Wohnen ausgeben - Hauptsache der Energieverbrauch der Wohnung sinkt.
meineimmobilie-Tipp
Investiert der Vermieter in Energieeinsparmaßnahmen oder Wohnwertverbesserungen, kann er die Miete erhöhen. Er kann elf Prozent der Kosten der Baumaßnahme auf die Jahresmiete aufschlagen.

