Donnerstag, 04.07.2013 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2004

Immobilie im Sommer sanieren

Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2004
Worum geht´s
  • Sanierungsarbeiten im Sommer vornehmen
  • Mehrere Sanierungsarbeiten kombinieren
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Dachdämmung, Fenstertausch oder Modernisierung der Heizungsanlage: Der Sommer ist die perfekte Jahreszeit, um Reparaturen an der Immobilie erledigen zu lassen. Auch größere Sanierungen bieten sich da an.

Reparaturen und Sanierungen an der Immobilie können ideal im Sommer erledigt werden. Wer direkt einige Sanierungsarbeiten zusammenfasst und durchführen lässt, spart Geld, Arbeit und Schmutz, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung des Verbandes Privater Bauherren (VPB).

Sanierung lässt sich im Sommer besser organisieren

Größere Sanierungen, wie etwa die Dachdämmung oder der Fenstertausch, lassen sich im Sommer leichter organisieren als in der kalten Jahreszeit. „Wenn das Dach tagelang offen steht und die Fenster herausgebrochen werden, dann sollte es draußen möglichst warm und trocken sein, sonst geht unnötig Energie verloren", empfiehlt Dipl.-Ing. Thorsten Kuchel, Sachverständiger des Verbands Privater Bauherren (VPB) aus Kiel. "Allerdings drohen im Sommer plötzliche Gewitter mit enormen Niederschlägen. Für Sanierer heißt das: Wenn die Ziegel unten sind, das Dach am Wochenende und nachts unbedingt mit einer Plane schützen lassen, sonst können Regengüsse teure Feuchtschäden verursachen." Dasselbe gilt für die Isolierung des Kellers. Bei undichten und feuchten Kellern hilft nur aufgraben, isolieren und dämmen. Thorsten Kuchel rät zur Sanierung im Sommer, denn an warmen Tagen können feuchte Mauern schneller trocknen.

Mehrere Sanierungsarbeiten zusammenlegen

Heizungsreparaturen und auch die Modernisierung der Heizungsanlage sind typische Sommerarbeiten, ebenso wie die Sanierung des Kamins oder des Kaminkopfes. "Gerade bei älteren Häusern sind die Kaminköpfe oft rissig und porös. Sie müssen repariert werden. Solche Arbeiten lassen sich gut mit einer Dachinspektion vom Profi verbinden", rät der VPB-Bauherrenberater. Wer eine alte Heizung gegen eine neue ersetzen lässt, der muss in der Regel auch den alten Kamin von innen auskleiden. Und auch andere Arbeiten lassen sich in einem Schub ableisten. So lohnt es sich beispielsweise, bei der Dachsanierung auch über den Einbau von Solarpaneelen nachzudenken. Und wenn das Gerüst einmal steht, dann kann auch noch die marode Balkonverkleidung erneuert oder das Haus frisch gestrichen werden. "Ganz gleich, was geplant ist, Hausbesitzer sollten ihre Ideen frühzeitig mit ihrem unabhängigen Sachverständigen besprechen, rät der Experte.

Kommentare (1)

17.7.2013, 15:04 Uhr von Matulla Profil ansehen
Renovierungen in der Hochsommer- und Ferienzeit ist keine gute Idee. Viele Firmen haben da Urlaub. Bei 30 Grad und mehr, ist es auch für die Arbeiter kein Vergnügen auf dem heißen "Blechdach", wie bei unserer Kirche, wo zur Zeit das Dach mit Kupfer neu eingedeckt wird und die Arbeiter unter der sengenden Hitze leiden.
Die energetische Sanierung ist schon seit Jahren das große Thema unter Hausbesitzern und Vermietern. Ob sich das tatsächlich irgendwann amortisiert, hinterfragt dabei kaum noch jemand, kommentiert Jörg Stroisch, Chefredakteur meineimmobilie, in seiner Kolumne.
Viele Hauseigentümer  stehen vor der Entscheidung, ihre Immobilie energetisch sanieren zu lassen. Dabei stellt sich immer die Frage der Rentabilität. Die Deutsche Energieagentur hat in einer Studie festgestellt, dass die Sanierung für Eigentümer von Einfamilienhäusern eine lohnende Investition ist. Denn über die langfristige Energieeinsparung holen sie die Ausgaben wieder rein.

 meineimmobilie.de-Tipp

Wer seine Immobilie modernisieren will, kann dafür Fördermittel beantragen. Unter anderem bietet die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zinsgünstige Darlehen, die dann direkt über die Hausbank abgewickelt werden. Auch Kommunen und Bundesländer haben Kreditprogramme aufgesetzt.