Montag, 17.10.2011 | Autor: heihec, Foto: © Hans-Christian Hein / PIXELIO

Heizkosten steigen erneut

Foto: © Hans-Christian Hein / PIXELIO
News: Hohe Energiepreise und der letzte harte Winter sorgten für einen Anstieg der Heizkosten und auch für 2011 gibt es keine Entwarnung. Heizkosten in ölbeheizten Häusern sollen auch in diesem Jahr erneut steigen.

Die Heizkosten ölbeheizter Häuser sind im vergangenen Jahr um rund 35 Prozent gestiegen. Bei Erdgas und Fernwärme fiel der Anstieg weniger drastisch aus. Das geht aus dem bundesweiten Heizspiegel hervor, den die gemeinnützige co2online GmbH mit dem Deutschen Mieterbund (DMB) zum siebten Mal veröffentlicht.

Der vom Bundesumweltministerium geförderte bundesweite Heizspiegel 2011 liefert Vergleichswerte zu Heizkosten, Heizenergieverbrauch und CO2-Emissionen zentral beheizter Wohngebäude für das Abrechnungsjahr 2010. Mit diesen Werten und ihrer Heizkostenabrechnung können Vermieter feststellen, ob die aktuellen Heizkosten günstig oder zu hoch sind.

Kalter Winter sorgt für steigende Heizkosten

Der aktuelle Heizspiegel zeigt: Das Beheizen einer 70-Quadratmeter-Wohnung mit Heizöl kostete im vergangenen Jahr durchschnittlich 850 Euro. Das sind 220 Euro mehr als 2009. Mieter mit Erdgasheizungen zahlten 805 Euro und damit 20 Euro mehr als im Vorjahr. Die Heizkosten für Fernwärme stiegen ebenfalls um 20 Euro auf 880 Euro. "Verantwortlich für diese Entwicklung ist vor allem die Preisexplosion beim Heizöl und der im Schnitt um 13 Prozent gestiegene Heizenergieverbrauch infolge des harten Winters", sagt Dr. Johannes D. Hengstenberg, Geschäftsführer von co2online.

 

Steigende Heizkosten auch für 2011

Eine Entlastung ist auch nicht für 2011 in Sicht, warnen co2online und der Deutsche Mieterbund. "Gegenüber dem Vorjahr sind die Heizölpreise in diesem Jahr weiter gestiegen - im Schnitt um 25 Prozent. Die Gaspreise liegen knapp vier Prozent über dem Erdgaspreis von 2010 und Fernwärme wurde fast sieben Prozent teurer", sagt Hengstenberg. Der Direktor des Deutschen Mieterbundes (DMB), Lukas Siebenkotten, weist darauf hin, dass ein Viertel aller Gasversorger für den Herbst weitere Preiserhöhungen von durchschnittlich elf Prozent angekündigt hat. Deshalb bleibe die energetische Modernisierung von Wohngebäuden unverzichtbar. "Nur so können Vermieter ihre Mieter auf lange Sicht unabhängig von der Energiepreisentwicklung machen", so Siebenkotten.

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Wenn Sie eine energetische Sanierung in Erwägung ziehen, sollten Sie auch darüber nachdenken, ob die geplanten Maßnahmen wirtschaftlich sinnvoll sind. Rechnen Sie sich die Kosten für die Sanierung genau durch und ermitteln Sie, wann sich die Investition dank geringerer Heizkosten amortisieren wird.