Montag, 05.08.2013 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © TristanBM - Fotolia.com

Hagel, Blitz und Sturm: So schützen Sie Ihr Haus vor Sommerunwettern

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Worum geht´s
  • Immobilie gegen Sturm und Hagel rüsten
  • Versicherung übernimmt Hagelschaden an der Immobilie

Dieser Sommer bringt nicht nur enorme Hitzerekorde mit sich, sondern auch rekordverdächtig große Hagelkörner. Die Hagelstürme der vergangenen Tage, die mancherorts Dächer, Fenster und sogar Wärmedämmverbundsysteme auf Hausfassaden durchschlagen haben, werden sicher nicht die letzten gewesen sein.

Mit der Hitze kommt auch das Unwetter: Hagelstürme richteten in den vergangenen Tagen vielerorts große Schäden an Dächern, Fenstern und Wärmedämmverbundsystemen an. Wie Hausbesitzer ihre Immobilie vor solchen Naturgewalten schützen können, verrät der Verband Privater Bauherrn (VPB) in einer aktuellen Pressemitteilung.

Wie Sie Ihre Immobilie gegen Unwetter rüsten

Bautechnisch lässt sich gegen Naturgewalten nicht viel tun, so der Verband Privater Bauherren (VPB), denn Stürme sind Naturereignisse, manche sogar regelrechte Naturkatastrophen. Allerdings fließen die zunehmend starken Stürme der vergangenen Jahre bereits in die Bauplanungen ein. Die Windlasten für Dächer bei Neubauten etwa wurden erst vor einiger Zeit erhöht, neue Dächer sind also für Starkwinde ausgelegt.

Bei Hagel sieht es anders aus: "Absolut hagelsichere Dacheindeckungen gibt es nicht. Weder Beton- noch Tondachziegel, weder Schiefer- noch Faserzement-Wellplatten halten tennisballgroßen Hagelkörnern stand,“ erklärt VPB-Sachverständiger Ulrich Schiffler. Auch Kunststoff-Lichtplatten und Lichtkuppeln sind nicht in hagelfester Qualität zu haben, ebenso wenig wie Fensterscheiben.

An welche Versicherung Sie sich bei Hagel halten können

Einen Hagelschaden an der Immobilie deckt jede Standard-Gebäudeversicherung ab und zwar einschließlich aller Folgeschäden außer dem Hausrat. Ulrich Schiffler resümiert: "Es ist also nicht sinnvoll, über die verbundene Wohngebäudeversicherung hinaus noch einmal Geld in die Hand zu nehmen, um sich durch besonders teure Baustoffe oder aufwendige Konstruktionen eine wie auch immer geartete "Hagelsicherheit" zu erkaufen."

Hausbesitzern, die jetzt Sturm- und Hagelschäden beklagen, rät der Experte, diese möglichst schnell beseitigen zu lassen, sie zumindest abdecken zu lassen, bis die Versicherung den Schaden begutachtet hat.

Sie trifft auch eine Obliegenheit, den Schaden gering zu halten. "Regen darf auf keinen Fall in die Konstruktion eindringen, sonst leiden Dämmung und Innenausbau. Damit wird der Schaden größer, die Reparatur langwieriger und komplexer."

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