Montag, 07.03.2016 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © Otto Durst - Fotolia.com

Fördermittel für altersgerechten Umbau und Einbruchschutz: So kommen Sie da ran

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Worum geht´s
  • Barrierefreiheit günstig finanziert 

So großzügig wie derzeit wurden die Fördermittel für barrierefreies Wohnen noch nie verteilt: Schon seit August 2015 bekommen Sie von der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ein zinsgünstiges Darlehen (0,75 % effektiv!) von bis zu 50.000 Euro für alle Maßnahmen, mit der Sie als Haus- und Wohnungsbesitzer Ihr Zuhause bis ins hohe Alter alltagstauglich machen. 

 

Das Darlehen können sowohl Selbstnutzer als auch Vermieter beantragen.  

 

Ein guter Anlass einmal darüber nachzudenken, Ihr Bad barrierefrei umzubauen, Türen zu verbreitern oder zusätzliche Handläufe im Treppenhaus oder im Flur anzubringen.   

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat ihre Konditionen für altersgerechte Umbauten verbessert.

Frei von Zinsrisiken renoviert, wer das Fördergeld mit einem Wohnriester-Bausparvertrag verbindet, heißt es in einer aktuellen Pressemeldung der BHW- Bausparkasse.

Barrierefreiheit: Diese Maßnahmen werden gefördert

Auf die Fördertöpfe des Programms 159 können Modernisierer zugreifen, die beispielsweise Grundrissänderungen vornehmen oder Türen verbreitern.

Finanziert wird auch, wer Schwellen im Bad beseitigt. Außerdem muss das Bad mindestens 1,80 m x 2,20 m groß sein. Zusätzlich müssen folgende Bewegungsflächen eingehalten werden:

  • Vor den einzelnen Sanitärobjekten muss jeweils bezogen auf das Sanitärobjekt mittig eine Bewegungsfläche von mindestens 0,90 m Breite und 1,20 m Tiefe vorhanden sein, wobei sich die Bewegungsflächen überlagern dürfen.
  • Der Abstand zwischen den Sanitärobjekten oder zur seitlichen Wand muss mindestens 0,25 m betragen.
  • Vorkehrungen zur späteren Nachrüstung mit Sicherheitssystemen vorsehen.

Wie Ihr Bad nach dem Umbau aussehen sollte

Duschplätze müssen bodengleich ausgeführt werden. Ist dies baulich nicht möglich, darf das Niveau zum angrenzenden Bodenbereich nur um maximal 20 mm höher sein. Übergänge sollten vorzugsweise als geneigte Flächen ausgebildet sein.

Der Boden sollte mit rutschfesten oder rutschhemmenden Bodenbelägen versehen sein. Das Waschbecken muss mindestens 0,48 m tief und in der Höhe entsprechend dem Bedarf der Nutzer montiert sein. Außerdem muss Kniefreiraum vorhanden sein, so dass auch eine Nutzung im Sitzen möglich ist.

Altersgerechter Umbau: Welche Maßnahmen noch gefördert werden

Zu den geförderten Maßnahmen gehören auch die Zugangswege zum Gebäude, Rampen, Treppen (z. B. beidseitige Handläufe), Aufzüge, Haus- und Wohnungseingangstüren (Mindestdurchgangsbreite 90 cm und idealerweise stufen- und schwellenlos bzw. maximal 20 cm Niveauunterschied).

Auch der Umbau eines Freisitzes (Terrassen, Loggien, Balkone) wird gefördert. Diese müssen von der Wohnung aus schwellenlos begehbar sein. Ist dies baustrukturell nicht möglich, dürfen Schwellen maximal 20 mm hoch sein. Der Bodenbelag muss rutschfest sein.

Wie Sie an die Fördermittel kommen

Die KfW gewährt Kredite aus diesem Programm ausschließlich über Banken, Sparkassen und Versicherungen (im Folgenden: Finanzierungsinstitute), welche für die von ihnen durchgeleiteten Kredite der KfW die Haftung übernehmen.

Ihren Antrag müssen Sie deswegen schon vor Beginn des Vorhabens bei einem Finanzierungsinstitut Ihrer Wahl stellen.

Wann Ihre neue Haustür "bezuschusst" wird

Neuerdings können mit dem Programm "Altersgerecht umbauen" sogar Baumaßnahmen finanziert werden, die dem Einbruchschutz dienen.

Das fängt beim Einbau einer einbruchhemmenden Haus- und Wohnungseingangstür an. Diese muss der Widerstandsklasse RC2 nach DIN EN 1627 (auch ohne Einhaltung der sicherheitstechnischen Anforderungen an die umgebenden Wandbauteile) entsprechen.

Zudem muss ein U-Wert von maximal 1,3 W/(m²·K) erreicht werden, sofern es sich um Außentüren als Teil der thermischen Hülle des Gebäudes handelt.

Fenster, Rollläden, Videokamera: Hauptsache Einbruchsicher!

Doch auch wenn Sie Ihre Tür "einbruchsicher" nachrüsten, winkt Ihnen ein Zuschuss. Beispielsweise für den Einbau von neuen Schlössern (z. B. Querriegelschlösser mit/ohne Sperrbügel, Türzusatzschlösser, Kastenriegelschlösser) / Bandseitensicherungen der DIN 18104 Teil 1 oder 2 zum Einbruchschutz entsprechen.

Gleiches gilt für Fenster, wenn Sie z. B. aufschraubbare Fensterstangenschlösser, Bandseitensicherungen, drehgehemmte Fenstergriffe oder Pilzkopfverriegelungen anbringen. Oder aber einbruchhemmende Gitter und Rollläden.

Sogar der Einbau von Einbruchs- und Überfallmeldeanlagen oder eine Gegensprechanlage mit Kamerasystem wird gefördert. Das gilt auch für Haus- und Wohnungstüren, intelligente Türschlösser mit personalisierten Zutrittsrechten oder einen schlichten Türspion.

Staatliche Förderung in Kombination mit Wohnriester

"Barrierefrei zu planen macht frühzeitig Sinn", so Verena Wehage von der BHW Bausparkasse. Das Darlehen von der KfW hat eine maximale Zinsbindung von zehn Jahren. Nach dessen Ablauf wird der Zins an die dann marktüblichen Konditionen angepasst.

Wer aber frühzeitig einen Wohnriester-Bausparvertrag angelegt hat, leistet die Restzahlung zum vorher garantierten Darlehenszinssatz aus dem Bausparvertrag – ganz ohne Zinsrisiken.

Kommentare (1)

24.3.2016, 15:52 Uhr von dark8 Profil ansehen
Der Einbruchschutz ist das Wichtigste, was die älteren Menschen erwarten. Wie können sie sich vor den ungebetenen Gästen wehren ? Es gibt eine Lösung dafür. Mann muss vor allem Fenster und Eigangstür sichern. Ich kenne einen qualifizierten Schlosser aus Bergisch Gladbach, der 24 stunden am Tag helfen kann. http://bergisch-gladbacher-schluesseldienst.de/
Statt im Alter sein gewohntes Eigenheim zu verlassen, entscheiden sich immer mehr Immobilienbesitzer dazu ihre Immobilie altersgerecht umzubauen.  Die meisten Häuser sind mit der entsprechenden fachlichen Beratung gut für barrierefreie Umbauten geeignet. 
Die neuesten Vorschriften erlauben eine Entnahme von Geld auch aus bestehenden Riester-Verträgen - vorausgesetzt, es wird für die Eigenheimfinanzierung eingesetzt. Was aber ist mit nachträglichen Erschließungskosten? Zählen die noch mit zur Eigenheimfinanzierung? Dazu hat sich das Finanzgericht Berlin-Brandenburg geäußert.
Deutschland wird immer älter - und auch dann will man schön und angenehm wohnen! Damit das möglich ist, wird ein altersgerechtes, barrierearmes Bauen und Wohnen immer wichtiger.  Wie es um das Interesse an altersgerechtem Wohnen, dem Wissensstand und Informationsbedarf, den Motiven für eine Umgestaltung der Wohnung und die tatsächliche bauliche Umsetzung steht, zeigt eine aktuelle Studie zum Thema "Wohnwünsche und barrierearmer Wohnkomfort". 
Erst heute haben Sie wieder in der Zeitung gelesen, dass in Ihrer Stadt Einbrecher unterwegs seien. Gerade eine Straße weiter wurde sogar bei Bekannten eingebrochen. Mal wieder denken Sie darüber nach, eine neue Haustür zu kaufen. Eine, die schöner und sicherer ist als Ihre bisherige Tür.   Allerdings: So eine neue Haustür ist nicht ganz billig! Stimmt, allerdings können Sie seit dem 19.11.2015 auf einen Zuschuss hoffen, wenn Ihre Haustür einbruchsicher ist.  

 meineimmobilie.de-Tipp

Barrierefreiheit ist derzeit ein absolutes Topthema. Entsprechend gibt es bei der KfW einige sehr attraktive Zuschuss- und Kreditprogramme.

Der VPB weist auch darauf hin, dass sich Wohnriestern für die Barrierefreiheit einsetzen lässt. Fragen Sie auch in Ihrem Bundesland nach, ob es hier vielleicht entsprechende Programme gibt!