Montag, 07.04.2014 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © Ezio Gutzemberg - Fotolia.com

Energiewende: die Energiebilanz 2013

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Worum geht´s
  • Ergebnisse der Energiebilanz 2013 veröffentlicht
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Wie steht es eigentlich um die Energiewende? Wie viel Energie wurde 2013 verbraucht? Und welche Energien werden überhaupt genutzt? Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanz veröffentlicht aktuelle Zahlen. 

Kühles und sonnenarmes Wetter hat in 2013 für einen deutlichen Anstieg des Energieverbrauchs in Deutschland gesorgt. Der jetzt von der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen vorgelegte Bericht zur Entwicklung des Energieverbrauchs weist einen Anstieg des Gesamtverbrauchs um 2,5 Prozent auf.

Energieverbrauch 2013

Der Verbrauch von Mineralöl (Plus 2,2 Prozent) und Erdgas (Plus 6,4 Prozent) stieg wegen der kühleren Witterung an. Der Zuwachs von plus 4,1 Prozent bei der Steinkohle geht auf einen höheren Einsatz in den Kraftwerken zurück. Der Verbrauch an Braunkohle sank um 1,1 Prozent wegen des Einsatzes neuer effizienter Anlagen. Die Kernenergie verringerte ihren Beitrag zur Energiebilanz um 2,2 Prozent. Bei den Erneuerbaren (Plus 4,7 Prozent) steigerten die Wind- und Sonnenenergie sowie die Biomasse ihre Beiträge. Ihr Anteil am gesamten Energieverbrauch stieg leicht von 11,3 auf 11,5 Prozent. Die Windkraft verzeichnete ein Plus von 5,4 Prozent, bei der Fotovoltaik fiel der Zuwachs mit 14 Prozent erneut kräftig aus. Die Nutzung der Biomasse wurde um gut 6 Prozent gesteigert. Bei der Wasserkraft (ohne Pumpspeicher) kam es dagegen zu einem Rückgang, die Biokraftstoffe büßten knapp 10 Prozent ein.

Stromverbrauch und CO2-Emission 2013

Anders als beim gesamten Energieverbrauch kam es beim Stromverbrauch zu einem Rückgang: Der Stromverbrauch sank um etwas mehr als ein Prozent. Wichtigster Energieträger für die inländische Stromerzeugung blieb die Braunkohle mit einem Anteil von 25,6 Prozent. Die erneuerbaren Energien steigerten ihren Anteil von 22,8 Prozent auf knapp 24 Prozent. Die Steinkohle weitete ihren Anteil an der Stromerzeugung auf 19,6 Prozent aus. Erdgas verringerte seinen Anteil von 12,1 Prozent auf 10,5 Prozent. Wie die AG Energiebilanzen berechnete, sind die energiebedingten CO2-Emissionen im vergangenen Jahr um etwa 2,5 Prozent gestiegen. Beim CO2-Ausstoß der Kraftwerke wurde der Anstieg der CO2-Emissionen aus Steinkohle-Anlagen durch Emissionsrückgänge bei den Erdgas- und Braunkohlekraftwerken ausgeglichen. Bei Berücksichtigung des Temperatureffekts reduziert sich der Anstieg auf etwa 1,5 Prozent. Wie bereits 2012 konnte Deutschland somit den CO2-Ausstoß nicht weiter senken.

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Hausbesitzer, die einen Energieausweis brauchen, müssen den Energiebedarf ihrer Immobilie errechnen lassen und erhalten dann vom Fachmann eine Energiebilanz für ihr Haus. Der Fachmann ermittelt diesen Wert über eine komplizierte Formel. Entscheidend ist dabei vor allem der sogenannte Primärenergiebedarf.

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