Dienstag, 19.05.2009 | Autor: heihec

Energieversorgung ohne Atomenergie

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News: Der Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) Stephan Kohler verlangt eine Energieversorgung ohne Atomenergie und fordert jetzt in neue und effiziente fossile Kraftwerke zu investieren.

Die dena hält eine Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke nicht für nötig. Jetzt müsste in neue und effiziente fossile Kraftwerke investiert werden. Denn laut dena-Kraftwerksanalyse ist der Neubau von zusätzlichen hocheffizienten Kohle- und Erdgaskraftwerken mit einer Leistung von knapp 12.000 Megawatt bis im Jahr 2020 dringend erforderlich. Die derzeitigen Kraftwerksplanungen reichen nicht aus, um in Zukunft die Stromnachfrage zu Höchstlastzeiten preiswert, sicher und klimaschonend zu decken.

Ausbau energieeffizienter fossiler Kraftwerke vorantreiben

"Der Ausbau der Energieeffizienz und der erneuerbaren Energien muss unabhängig von der Atomenergie forciert werden. Wir dürfen diese Themen jetzt nicht vermengen", sagte Kohler angesichts der vom Deutschen Atomforum vorgeschlagenen Allianz zwischen Atomindustrie und der Erneuerbaren-Energien-Branche. "Die dena-Kraftwerksstudie hat gezeigt, dass die Energieversorgung in Deutschland auch bei einem Atomausstieg sicher bleibt, wenn jetzt in Energieeffizienz, regenerative Energietechnologien und KWK-Anlagen investiert wird sowie neue und effiziente Kohle- und Gaskraftwerke gebaut werden. Es gibt also verschiedene Strategien, um eine sichere Stromversorgung zu erreichen."

Der Ausbau der energieeffizienter fossiler Kraftwerke ist wichtig, da je länger die alten und ineffizienten fossilen Kraftwerke im Betrieb bleiben, die Umwelt durch den CO2-Ausstoß immer mehr belastet wird. Auch für die Verbraucher würden somit die Strompreise wieder steigen.

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