Donnerstag, 07.04.2011 | Autor: mb

Energieeffizienz beim Neubau

News: Die Gesetze schreiben Bauherren genau vor, welche energetischen Mindeststandards ihr Neubau erfüllen und wie hoch der Anteil regenerativer Energien sein muss. Der Bauherr kann wählen zwischen verschiedenen Effizienzhäusern und Heizsystemen.

Niedriger Energieverbrauch für die eigene Immobilie zählt bei privaten Bauherren zu den wichtigsten Planungskriterien für ihren Neubau. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Bausparkasse BHW, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung bekannt gibt. Der Vorteil bei einem Neubau im Vergleich zum Bestandsbau sei, dass von vornherein die neueste Technik für Wärmedämmung und Heizung eingesetzt werden könne.

Die Qual der Wahl beim Energiestandard

Der Bauherr muss bei der Planung entscheiden, wie energieeffizient sein Haus sein soll. Ein Passivhaus verbraucht laut BHW 90 Prozent weniger Energie als ein durchschnittlicher Altbau. Doch für so viel Effizienz muss der Bauherr auch viel Geld bezahlen: 1.300 Euro je Quadratmeter, das sind 30 Prozent mehr als für ein herkömmliches Niedrigenergiehaus. Bei diesem seit 2002 gesetzlich geltenden Standard ist der Energie-Hunger allerdings auch um das Vierfache höher. Bernd Neuborn von der Bausparkasse BHW: "Die Investition in Öko-Hightech wie bei einem Passivhaus lohnt sich angesichts der langen Lebensdauer einer neuen Immobilie. Investitionen fördert die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit zinsgünstigen Darlehen von bis zu 50.000 Euro."

Heizung mit regenerativen Energien

Das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) schreibt für jeden Neubau einen bestimmten Prozentsatz an regenerativen Energien vor. Bei Heizungsanlagen mit integrierter Solarwärme-Nutzung ist laut BHW ein Anteil von 15 Prozent Pflicht. Öl- und Gas-Brennwertkessel kosten ab 2.500 Euro, kombiniert mit zehn Quadratmetern Solarkollektoren insgesamt ab rund 12.500 Euro. Bei Biomasse- und Erdwärmeanlagen schreibt der Gesetzgeber einen regenerativen Anteil von 50 Prozent vor. Hier haben Holzpellet-Kessel in den vergangenen Jahren einen Boom erlebt, sie kosten ab 10.000 Euro. "Baufamilien, die regenerative Heiztechnik nutzen, halten die Nebenkosten langfristig auf einem niedrigen Niveau", so Neuborn.

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 meineimmobilie.de-Tipp


Auch als Eigentümer eines Bestandsgebäudes gibt Ihnen der Staat Anreize für eine Umstellung auf die Nutzung von regenerativen Heizungsanlagen. Beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) können Sie einen Investitionszuschuss beantragen.