Dienstag, 03.06.2008 | Autor: heihec

Energie einsparen beim Wärmebedarf von Gebäuden

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News: Der Verbraucherzentralen Bundesverband nimmt Stellung zum Entwurf einer Verordnung zur Änderung der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009). Grundsätzlich begrüßt der Verbraucherzentrale Bundesverband die Absicht der Bundesregierung, für eine verstärkte Energieeffizienz in Gebäuden Sorge zu tragen. Dennoch möchte er im Hinblick auf die Anwendung der EnEV in der Praxis auf drei verbraucherrelevante Punkte hinweisen.

Einsatz der zum Bau- und Modernisierungszeitpunkt besten verfügbaren Technik (BAT)

Verbraucher sollten darauf vertrauen können, dass die Bundesregierung die Möglichkeiten moderner Technik und Bauprodukte bei den Mindestanforderungen ausschöpft und bei ihrem Bau- oder Modernisierungsvorhaben nur wirtschaftliche beste verfügbare Techniken (BAT) zum Einsatz kommt. Die Skaleneffekte, welche sich durch gesetzliche Mindestanforderung ergeben, lassen sinkende Preise für diese Produkte und Technologien erwarten.

Dies ist zum einen positiv für den Verbraucher zur Gewährleistung einer möglichst hohen Kosteneffizienz zum Zeitpunkt der Sanierung, aber vor allem durch niedrige Energiekosten während der anschließenden Nutzungsphase. Positiv für das Klima ist bei sinkenden Preisen die schnellere Verbreitung moderner Technik und Produkte, welche wesentlich energieeffizienter sind und somit den Ausstoß klimaschädigender Gase reduzieren.

Kenntnisse und Fähigkeiten der Bau-Fachleute

Um ein optimales Ergebnis bei einer Modernisierung oder einem Neubau zu erzielen, kommen unterschiedliche Produkte und Verfahren zum Einsatz. Hier ist der Verbraucher auf profunde Beratung und Ausführung der gewählten Maßnahmen angewiesen. In den letzten Jahren hat sich aber gerade auf dem Gebiet des energieeffizienten Bauens und Modernisierens einiges bewegt.

Somit werden umfassende Kenntnisse und aktueller Informationsstand der Bau-Fachleute über gesetzliche Anforderungen umso wichtiger. Hier muss unbedingt Sorge dafür getragen werden, dass den Beteiligten Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen und diese auch genutzt werden. Nur so können Fehler und unnötige Kosten vermieden und ein zufriedenstellendes Ergebnis für Verbraucher erzielt werden.

Vergleichbarkeit durch qualitativ hochwertige Energiebedarfsausweise

Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert nach wie vor eine größtmögliche Transparenz der Gebäudequalität. Nur durch einen qualitativ hochwertigen Energiebedarfsausweis ist der Verbraucher in der Lage den energetischen Zustand eines Gebäudes einzuschätzen. Der vorliegenden Entwurf mit den zwei Versionen des Energieausweises vergebe die Chance für mehr Transparenz.

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Die EnEV legt seit 2002 die energetische Mindestqualität von Neubauten fest. Längst gibt es aber Hauskonzepte, die darüber hinausgehen, wie das KfW-40-Haus mit einem Jahres-Primärenergiebedarf bis zu 40 Kilowattstunden pro Quadratmeter Gebäudenutzfläche beziehungsweise das Passivhaus oder gar das Plusenergiehaus.