Mittwoch, 02.10.2013 | Autor: Heidi Schnurr, Foto: Michaela Harderer

Endlich: Schuldigen für hohe Heizkosten gefunden!

Foto: Michaela Harderer
Stichworte zu diesem Thema

"Heizkosten-Schock!": So nennt es die Bildzeitung. Tatsächlich sind die Heizkosten auf ein neues Rekordmaß gestiegen. So weit die schlechte Nachricht. Die gute Nachricht lautet: Der Schuldige dafür wurde auch gefunden!

Seit dem 1.10. ist es wieder einmal offiziell so weit: Da begann die neue Heizperiode. Spätestens ab diesem Zeitpunkt müssen Sie dem Mieter wieder gründlich "einheizen".

Dabei erhitzt noch vielerorts die abgelaufene Heizkostenperiode und die daraus resultierenden dicken Nachzahlungen die Gemüter! Mal wieder sind die Heizkosten viel zu hoch. So sehen es jedenfalls die Mieter. Doch - so viel sei schon verraten! - auch Vermieter und Eigentümer müssen Heizkosten zahlen, wenn sie es im Winter in ihrer Wohnung mollig warm haben wollen.

Die teuren Heizkosten sind wieder einmal das derzeitige Top-Thema in den Medien. Die sind laut dem aktuellen bundesweiten Heizspiegel 2013 um 9 % gestiegen. Schuld daran sind der kältere Winter und die gestiegenen Energiepreise. Deswegen wurde durchschnittlich 5 % mehr Energie verbraucht.

Außerdem ist auch der Heizölpreis um spürbare 9 % gestiegen. Die Erdgas- und Fernwärmepreise um ca. 5 %.

Vielleicht haben Sie sich innerlich bereits zurückgelehnt und sich gedacht: „Endlich bin ich mal nicht Schuld an der Misere!“ Leider zu früh gefreut – jedenfalls wenn es nach dem Deutschen Mieterbund geht. Zwar können Sie nichts am Energiepreis ändern, allerdings am Verbrauch…

…“Hä? Ja dreh ich denn die Heizung in der Mietwohnung bis an den Anschlag rauf oder der Mieter?“, werden Sie sich jetzt fragen – und natürlich haben Sie damit Recht. Allerdings: Wäre Ihr Haus gedämmt, Ihre Fenster besser und Ihre Heizung neuer, wäre der Verbrauch auch geringer.

So schnell haben Sie doch wieder den Schwarzen Peter - und das nicht nur bei den Heizkosten!

Wo haben Sie als Vermieter noch das Gefühl ständig von Mietern, Mietvereinen, dem Gesetzgeber oder den Medien den Schwarzen Peter zugeschoben zu bekommen - und das natürlich völlig zu Unrecht: Diskutieren Sie mit in diesem Blog.   

 

Kommentare (2)

19.3.2014, 18:46 Uhr von Katzmunz Profil ansehen
Heizkissen, Ich muss der Autorin widersprechen, bezüglich Hausdämmen, Fenster etc. Hausbesitzer lassen sich das Geld aus der Tasche ziehen von einer Lobby, die es geschafft hat Lügen in die Welt zu setzen, die nicht stimmen. Zum Thema Haus dämmen ein Beispiel das jeder Laie nachvollziehen kann: Ziehen sie einen Regenmantel an und joggen sie. Nach wievielen Metern sind sie durchgeschwitzt und frieren? So verhält sich die gedämmte Fassade. Je länger die Wärmedämmung dran ist desto feuchter wird sie! Man zahlt nicht nur für die unsinnige Wärmedämmung egal aus was und von wem, gut oder schlecht verarbeitet, das System stimmt nicht. Siehe auch Amerika in vielen Bundesstaaten ist es verboten, was wir als späteren Sondermüll an die Wand kleben. Ich habe 1991 gebaut, 36,5 cm normales Ziegelmauerwerk, normaler Mauermörtel, keine hochwärmedämmenden Fenster, alles entgegen der schon damals gültigen DIN. Wir bewohnen 210 M2 jetzt mit zwei Personen und wir haben im Schnitt der letzten 5 Jahre 69 kWh / M2 Gas verbraucht. Wir backen selbst Brot und kochen mit Gas unser Stromverbrauch betrug im Schnitt in den letzten Jahren ca. 40 €/Monat, Die Heizung ist seit 1991 in Betrieb. Vielleicht steht deshalb mein Bild auf dem Kopf. Wer sich mehr in das Thema Wärmedämmung einlesen will: Konrad Fischer.de Vielleicht ärgert sich der eine oder andere, dass er sein Geld schon vergeudet und die Fassade schon verschandelt hat, aber die noch vor der Ausführung des staatlich verordneten wirtschaftlichem Unsinn stehen freuen sich. Mit freundlichen Grüßen Hebling
9.10.2013, 16:52 Uhr von Matulla Profil ansehen
Mieter drehen oft die Heizkörper bis zum Anschlag auf, wollen es übermaßig warm haben, aber für die Energie nichts bezahlen und werden in dieswem Ansinnen vom Deutschen Mieterbund auch noch unterstützt.

 meineimmobilie.de-Tipp

Als Vermieter sind Sie grundsätzlich nicht verpflichtet, Ihr Haus zu modernisieren, es sei denn, der Gesetzgeber schreibt Ihnen das ausdrücklich vor. 

So bestimmt beispielsweise die Energieeinsparverordnung, dass Sie einen nicht begehbaren, aber zugänglichen Dachraum dämmen müssen. Danache darf die oberste Geschossdecke einen U-Wert von maximal 0,24 W/(m2 x K) nicht überschreiten.

Gleiches gilt seit der EnEV 2009 auch für begehbare, bisher ungedämmte oberste Geschossdecken. Hier mussten Sie Ihre Dämmung bereits bis zum 31.12.2011 nachrüsten. Alternativ reicht es, wenn Sie anstelle der obersten Geschossdecke das darüberliegende, bisher ungedämmte Dach entsprechend dämmen.