Montag, 29.06.2015 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © sowanna - Fotolia.com

Diese Gefahren lauern in ungenutzten Wasserleitungen

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Worum geht´s
  • Nach dem Urlaub Legionellen in der Wasserleitung

Die Sommerferien nahen: Viele Immobilienbesitzer brechen in den nächsten Wochen zu ihrem Jahresurlaub auf. Die Immobilie und damit auch die Wasserleitungen bleiben dann über längere Zeit ungenutzt, was bei der Rückkehr der Immobilienbesitzer zum Problem werden könnte.

Werden Wasserleitungen eine längere Zeit nicht genutzt, könnten dort Bakterien, zum Beispiel Legionellen, wachsen. Und genau diese können für den Immobilienbesitzer bei der Rückkehr aus dem Urlaub zur Gefahr werden. TÜV NORD gibt Tipps, wie sich Urlauber vor solchen Bakterien schützen können.

Legionellen in der Wasserleitung: Risiko minimieren

Legionellen sind Bakterien im Wasser, die sich ab einer Wassertemperatur von etwa 20 bis 25 Grad vermehren und zu lebensgefährlichen Infektionen mit grippeähnlichen Symptomen bis hin zur schweren Lungenentzündung führen können. Sie gelangen durch die Atmung in Form von vernebeltem Wasser in die Lunge. Dies kann zum Beispiel beim Duschen der Fall sein, wenn Immobilienbesitzer die Wasserleitung eine längere Zeit nicht genutzt haben. Wer folgende Tipps befolgt, minimiert das Risiko, an Legionellen zu erkranken:

  • Bitten Sie den Nachbarn oder einen Vertrauten, nicht nur die Blumen zu gießen und die Post zu holen, sondern auch alle Wasserhähne regelmäßig laufen zu lassen. Alle drei Tage sind ausreichend, um das Wasser in den Leitungen auszutauschen und um Stagnationen in den Rohren zu verhindern.
  • Das Wasser vor dem ersten Duschen nach der Rückkehr zu Hause unbedingt einige Minuten lang heiß laufen lassen. Dadurch werden zum einen die Leitungen gespült, zum anderen sterben Legionellen ab einer Temperatur von 60 Grad ab.
  • Wer länger als vier Wochen unterwegs ist, sollte vor seiner Abreise den Wasser-Haupthahn komplett zudrehen und die Leitungen nach der Rückkehr einige Minuten lang gründlich durchspülen.

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Am 1.12.2013 läuft die "Galgenfrist" für Bleileitungen ab. Da endet die zehnjährige Übergangsfrist für den Austausch bleihaltiger Rohre. Und noch eine wichtige Frist läuft am 31.12.2013 ab: Ihre Prüffrist fürs Trinkwasser!   
Sie staunen nicht schlecht, als Sie ein Schreiben vom Labor erhalten, wohin Ihre Trinkwasserentnahme geschickt wurde: In Ihrem Mietshaus wurden Legionellen im Trinkwasser gefunden!   Als Sie das Ihren Mietern mitteilen, drohen die einen mit einer Mietminderung, die anderen mindern direkt die Miete. "Dürfen die das?", fragen Sie sich. "Kommt drauf an", sagen die Juristen. Und zwar darauf, wie hoch die Legionellenkonzentration ist.
Morgens schnell unter die warme Dusche springen: Das klingt eigentlich selbstverständlich und kaum jemand wird sich Gedanken darüber machen, dass er dabei wegen Legionellen im Trinkwasser krank werden könnte. Schlimmstenfalls kann so ein Duschgang sogar tödlich enden!  Damit genau das nicht passiert, gibt  es die Trinkwasserverordnung und ihre Prüfpflichten. Und wenn dennoch Legionellen im Trinkwasser den Mieter krank machen? Diese Frage musste jetzt der Bundesgerichtshof klären.

 meineimmobilie.de-Tipp

Laut der Trinkwasserverordnung müssen Eigentümer, deren zentraler Wasserspeicher (z. B. Wasserboiler) mehr als 400 Liter fasst, das Trinkwasser regelmäßig alle 3 Jahre auf Legionellen untersuchen lassen.

 

Dabei werden an speziell festgelegten Entnahmestellen Wasserproben entnommen und von akkreditierten Speziallabors auf Legionellen untersucht. Anlagen in Ein- und Zweifamilienhäusern gelten nicht als Großanlagen zur Trinkwassererwärmung, die regelmäßig alle 3 Jahre auf Legionellen untersucht werden müssen.