Donnerstag, 17.07.2008 | Autor: Dr. Wolfgang Naumer/mb, Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2006

Der Umwelt zuliebe: Das CO2-Niedrighaus

Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2006
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Der weltweit viel zu hohe CO2-Ausstoß ist aktuell eine der größten Herausforderungen für Politik und Gesellschaft. Hauseigentümer können ihren Teil zum Klimaschutz beitragen, indem sie den CO2-Ausstoß ihres Eigenheims reduzieren. Dafür gibt es zwei effiziente Möglichkeiten.

In Neubauten wird als Alternative zu herkömmlichen Erdgasheizungen vermehrt auch Strom zur Wärmegewinnung verwendet.

Strom für die Wärmegewinnung

Für viele Bauherren sind dabei in erster Linie die geringeren finanziellen Belastungen ausschlaggebend, da die Erdgasinstallationskosten entfallen. Zudem sind die Investitionskosten zum Beispiel für elektrisch betriebene Warmwassersysteme deutlich niedriger.

Doch gerade unter dem Aspekt des CO2-Ausstoßes ist der Einsatz von Strom im Heizsystem nicht unbedingt die beste Lösung. Um den energiebedingten CO2-Ausstoß wirksam zu reduzieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Den CO2-Ausstoß reduzieren

Der eine Weg ist die Senkung des Energieverbrauchs und die Steigerung der Energieeffizienz. Der andere ist der Austausch CO2-reicher Energieträger durch CO2-arme Alternativen wie Erdgas und die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien.

Erdgas hat den höchsten Wasserstoffgehalt aller fossilen Energieträger und weist deshalb bei der Verbrennung die günstigste CO2-Bilanz auf. Der CO2-Faktor ist bei Strom in der Regel mit einem Primärenergiefaktor von 2,7 gegenüber Gas mit einem Faktor von 1,1 wesentlich höher.

CO2-freies Haus

Die CO2-Bilanz von Strom hängt allerdings sehr stark von dessen Herkunft ab. Wird er aus erneuerbaren Energien erzeugt (sogenannter grüner Strom) und zusätzlich eine Pelletheizung verwendet, entsteht rechnerisch sogar ein CO2-freies Haus.

Sein Heizsystem mit Strom zu betreiben ist nicht nur wirtschaftlich äußerst ungünstig, es erhöht außerdem den CO2-Ausstoß.

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