Montag, 25.08.2008 | Autor: heihec

DDIV über Auswirkungen des Erneuerbaren-Wärme-Gesetzes

News: Der Dachverband Deutscher Immobilienverwalter (DDIV) warnt vor den Auswirkungen des Erneuerbaren-Wärme-Gesetzes in Baden-Würtemberg. Vor allem ältere Wohnungseigentümer könnten die geforderte energetische Modernisierung oft nicht finanzieren und würden so in die Zwangsversteigerung ihrer Wohnung getrieben.

Nach dem Wohnungseigentumsgesetz, das seit dem 01.07.2007 in Kraft ist, kann eine Eigentümergemeinschaft energiesparende Modernisierungsmaßnahmen mit Dreiviertelmehrheit beschließen. Eigentümer, die die Investitionssummen nicht aufbringen können, könnten laut Wolfgang Heckeler Präsident des Dachverbandes Deutscher Immobilienverwalter (DDIV) von der Eigentümergemeinschaft auf Zahlung verklagt zu werden, letztlich droht sogar die Zwangsvollstreckung der Wohnung.

Baden Würtemberg einziges betroffenes Bundesland

Ab 2010 gilt in Baden-Württemberg das Wärmegesetz auch für Wohngebäudebestand. Wenn die Heizanlage ausgetauscht wird, müssen dann 10 Prozent des jährlichen Wärmebedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Diese Pflicht kritisiert Heckeler ganz besonders: "Dadurch bestehe die Gefahr, dass Wohnungseigentümer per Mehrheitsbeschluss von der Eigentümergemeinschaft zu Investitionen gezwungen werden, die sie nicht finanzieren können. Eine finanzielle Schieflage drohe dann vor allem älteren Menschen, weil diese häufig weder einen Bankkredit noch Fördermittel erhalten."

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