Donnerstag, 02.10.2008 | Autor: Wolfgang Naumer/mb, Foto: © Jürgen Fälchle - Fotolia.com

Besser dämmen, weniger Energie verschwenden

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Worum geht´s

Wie Sie Ihr Haus besser dämmen.

Energiesparen in den eigenen vier Wänden schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den eigenen Geldbeutel. Eine energetische Sanierung bedeutet zwar zunächst finanziellen Aufwand, kann sich aber durchaus lohnen. Die größten Defizite eines Bestandshauses liegen meist in der Dämmung der Außenhülle und im Heizsystem.

Enormes Potenzial bei der Einsparung von Energien liegt im privaten Sektor. Schließlich verbrauchen die Haushalte etwa ein Drittel der Energie und somit mehr als Industrie und Gewerbe.

Problemlos ließe sich mit modernen Maßnahmen der Bedarf an Heizungsenergie halbieren. Industrie und Handwerkerinnungen verweisen dabei auf innovative technische Lösungen nach dem Motto: "Energieeffizient sanieren - mit innovativer Technik zum Niedrigenergie-Standard".

Erst Wärmedämmung, dann neue Heizung

Dies beschreibt aber nur die eine Seite der Medaille. So wird beispielsweise oftmals nicht berücksichtigt, dass man den Austausch eines veralteten Heizkessels erst dann angehen sollte, wenn das Gebäude gut wärmegedämmt ist. Denn mit der Dämmung sinkt der Wärmebedarf erheblich und der neue Heizkessel kann damit deutlich kleiner bemessen, effektiver ausgenutzt und auch billiger werden.

Neben der installierten Technik spielt bei einem Bestandsgebäude die vorhandene Bausubstanz natürlich eine wichtige Rolle für die Umsetzung von Maßnahmen zur Energieeinsparung. Insbesondere, wenn eine Sanierung ohnehin ansteht, macht es Sinn, die zahlreichen Förderprogramme in die Kalkulation einzubeziehen, die Bund und Länder anbieten. Diese bieten vielfältige zusätzliche Anreize, die Potenziale auszuschöpfen.

Energetische Mindeststandards

Denn auch für Bestandsgebäude gelten verbindliche Richtlinien hinsichtlich der energetischen Mindeststandards, zum Beispiel für die Wärmedämmung der Gebäudehülle und die Effizienz der Wärmebereitung, die ab einem bestimmten Zeitpunkt einzuhalten sind. Und unabhängig, ob nun eine (möglicherweise bezuschusste) Sanierung ansteht oder nicht, sind vom Gesetzgeber Nachrüstpflichten für bestimmte Bauteile vorgeschrieben, die vom Gebäudebesitzer im Rahmen der jeweiligen Fristen umgesetzt werden müssen.

Grundsätzlich macht es wenig Sinn, unbeheizte beziehungsweise ungenutzte Räume in Keller oder Garage in die zu dämmende Gebäudehülle einzubeziehen. Darum sollten nur beheizte Bereiche durch eine Wärmedämmschicht abgedichtet und vom Außenbereich beziehungsweise vom nicht beheizten Bereich getrennt werden.

Kosten-Nutzen-Verhältnis

Die Wärme übertragenden Flächen der Gebäudehülle müssen vor einer Sanierung auf die vorhandenen wärmetechnischen und bauphysikalischen Eigenschaften sowie ihre U-Werte geprüft werden.

Eine Wärmedämmung weist im Allgemeinen das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis aller Sanierungsmaßnahmen auf. Deshalb muss versucht werden, die für die jeweilige Situation angemessenen Dämmdicken mit möglichst geringem Aufwand unterzubringen.

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Natürlich, schadstofffrei, energieeffizient und ausgezeichnet mit dem Deutschen Umweltpreis 2013: Thermo-Hanf gilt als herausragender Dämmstoff für Wand, Fassade, Decke und Boden.
Topstory: Steigende Strom- und Heizkosten, strengere gesetzliche Auflagen bei Gebäuden: Für Hausbesitzer spielt das Thema Energie eine immer größere Rolle. Auch Materialforscher und Bauindustrie ziehen mit und bringen eine Fülle von neuen Baustoffen auf den Markt, die im besten Fall energiesparend, kostengünstig und gesund zugleich sind.

 meineimmobilie.de-Tipp


Bevor Sie eine energetische Sanierung planen, sollten Sie einen Energieberater beauftragen, Ihr Haus auf Einsparpotenziale hin zu untersuchen. Von ihm bekommen Sie Tipps, wie Sie Ihre Immobilie sinnvoll sanieren können.