Mittwoch, 23.02.2011 | Autor: heihec

Baugenehmigungspflicht für Solarstromanlagen

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News: Immobilieneigentümer, die mit einer Solaranlage Strom ins öffentliche Netz einspeisen, benötigen je nach Bundesland eine Baugenehmigung. Informationen zur Rechtslage für Betreiber von Solarstromanlagen.

Die Rechtslage für Betreiber von Solarstromanlagen, die ihren Strom ins öffentliche Netz einspeisen, ist kompliziert und wird unterschiedlich ausgelegt, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung der Zeitschrift Finanztest. In den Bauordnungen der Bundesländer steht zwar, dass für Solaranlagen auf Gebäuden keine Genehmigung nötig ist. Doch speist der Immobilieneigentümer den Strom ins öffentliche Netz, kann die Anlage doch genehmigungspflichtig sein.

Baugenehmigung für Solarstromanlage erforderlich

Wird der Strom einer Solarstromanlage auf dem Hausdach nicht überwiegend selbst verbraucht, benötigen Immobilieneigentümer in Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen eine Baugenehmigung. Die oberste Baubehörde dieser Bundesländer stuft die Netzeinspeisung als gewerbliche Gebäudenutzung ein, die in allgemeinen Wohngebieten nur ausnahmsweise und in reinen Wohngebieten gar nicht zulässig ist. Hauseigentümer in Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Bremen und Hamburg brauchen dagegen selbst dann keine Genehmigung, wenn sie den Solarstrom komplett an den Netzbetreiber verkaufen.

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 meineimmobilie.de-Tipp


Beachten Sie auch den steuerlichen Aspekt bei der Netzeinspeisung. Wenn Sie Strom aus Ihrer Solaranlage in das öffentliche Netz einspeisen wollen, sollten Sie berücksichtigen, dass Sie damit steuerrechtlich als Unternehmer eingestuft werden. Die Einnahmen unterliegen daher der Einkommensteuerpflicht.