Montag, 19.10.2015 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © Tiberius Gracchus - Fotolia.com

Baudenkmal: Woher Sie Geld fürs Modernisieren bekommen

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Worum geht´s
  • Bei Denkmalmodernisierung Auflagen beachten 
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Ein Gründerzeithaus, ein altes Bauernhaus oder ein mittelalterlicher Fachwerkbau: Das Wohnen in einem Baudenkmal ist etwas Besonderes!

Doch bevor Sie hier in modernem Wohnkomfort schwelgen können, müssen Sie zuvor meist aufwendig modernisieren - und das kostet!  

Wer in einem Denkmal wohnt und dieses für einen modernen Wohnkomfort umbaut, muss sich an bestimmte Auflagen halten. Die sind in der „denkmalrechtlichen Anordnung“ festgelegt.

Dabei müssen sie jegliche Umbauten und Modernisierungen nach Angaben des Bauherren Schutzbund e.V. mit der zuständigen Denkmalschutzbehörde abstimmen. Die achtet darauf, dass bauliche Maßnahmen nicht den Erhalt der Denkmaleigenschaften gefährden.

Welche Baumaßnahmen an denkmalgeschützten Gebäuden gefördert werden

Immobilienbesitzer von Baudenkmälern sollten für die Planung und Umsetzung von baulichen Maßnahmen denkmalgeschützter Objekte auf jeden Fall Fachleute mit nachweisbarer Erfahrung auswählen.

Günstige Kredite und Zuschüsse für die Maßnahmen gibt es über die KfW Förderbank.

Und da der Erhalt von Baudenkmalen eine wichtige gesellschaftliche und kulturelle Aufgabe darstellt, bieten Staat und Länder auch noch zusätzlich steuerliche Vergünstigungen, mit denen sich die Mehraufwände im Denkmal zumindest teilweise kompensieren lassen. 

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News: Denkmalgeschützte Gebäude gewinnen in Zeiten, in denen etliche Steuersparmodelle gestrichen wurden, mit der Abschreibungsmöglichkeiten auch als Kapitalanlage und Zukunftssicherung an Bedeutung. Vor allem, wenn ihre Lage hohe Mieten oder Verkaufspreise sicherstellt.
News: Rund 880.000 Kulturdenkmäler schmücken Deutschland. Damit diese erhalten bleiben, unterstützt der Staat die Sanierung von denkmalgeschützten Immobilien mit interessanten Abschreibungsmodellen.
Ein altes Pfarrhaus, eine Burg aus dem Mittelalter oder das Geburtshaus eines bekannten Künstlers: manche Immobilien stehen unter Denkmalschutz, dürfen aber trotzdem gekauft und bewohnt werden. Der Staat schenkt dem Eigentümer sogar Steuern.
Topstory: Die Art-Deco-Fassade am Stadthaus oder das Fachwerkgebälk im Bauernhaus: Das hat Stil – und kann aber auch ganz schön teuer werden. Hier trifft emotionale Immobilie auf rationale Überlegungen. Ist Ihre Immobilie historisch alt und noch dazu schön anzusehen, redet die Denkmalschutzbehörde gern ein Wörtchen mit, wenn es an den Umbau oder die Sanierung geht. Nur wer sich als Eigentümer gesprächs- und kompromissbereit zeigt, kann bei der Behörde auch einiges erreichen.

 meineimmobilie.de-Tipp

Worauf es im Detail ankommt, damit man den Erhalt alter Bausubstanz mit modernem Wohnkomfort in Einklang bringt, und wie sich Wohnen und Leben im Denkmal trotz der höheren Aufwendungen für Renovierungs-, Modernisierungs- und Umbauarbeiten rechnet, zeigt der kostenlose Ratgeber „Bauen und Wohnen im Denkmal“ von der Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Informationszentrum Raum und Bau IRB.