Mittwoch, 30.07.2014 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © Otto Durst - Fotolia.com

Barrierefrei wohnen: Mit den richtigen Elektroinstallationen

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Worum geht´s
  • Elektroinstallationen für Barrierefreiheit 
  • Altersgerecht umbauen
Stichworte zu diesem Thema

Wer barrierefrei umbauen möchte, muss nicht nur einfach die Dusche bodengleich bauen lassen oder auf Schwellen und Stufen in der Immobile verzichten. Auch der Griff zum Lichtschalter und andere Elektroinstallationen spielen eine große und wichtige Rolle für eine angenehmeres und unabhängigeres Leben im Alter. 

Ein dunkler Hausflur wird schnell zur gemeinen Stolperfalle für einen gehbehinderten Mieter. Bewohner mit Hörproblemen reagieren nicht sofort oder viel zu spät auf einen Feueralarm aus dem Dachgeschoss. Das tägliche Hoch- und Runterziehen der Rollläden wird zum nicht mehr zu bewältigenden Kraftakt.

Diese 3 Bespiele zeigen schon: Das Thema „barrierefreies Wohnen“ umfasst viele Aspekte - und dabei werden die kleinen elektrischen Helfer oft vergessen.

Die Initiative ELEKTRO+ stellt elektrische Lösungen vor, die das Wohnen für jedes Alter einfacher, sicherer und komfortabler machen.

Bewegungsmelder bringen Sicherheit in den barrierefreien Haushalt

Anstatt erst den Lichtschalter suchen und einschalten zu müssen, reagieren Bewegungs- oder Präsenzmelder sofort und sorgen für Helligkeit beim ersten Schritt.

Besonders in Fluren, Treppenbereichen und Kellern bieten Bewegungsmelder mehr Sicherheit und Orientierung. Bei Abwesenheit oder ausreichendem Tageslicht schalten sich die Lampen automatisch aus. Das ist nicht nur praktisch, sondern spart auch gleichzeitig Strom.

Mehr Sicherheit durch Türsprechanlagen mit Freisprecher

Eine gute Kontrolle über den Eingangsbereich bietet eine moderne Türsprechanlage, am besten mit Videofunktion bzw. Bildübertragung und Freisprechstellen.

Dadurch muss der Bewohner nicht erst in einen Hörer sprechen und sieht, wer vor der Tür steht. Gerade allein lebende Senioren erhalten somit mehr Sicherheit und können sich vor Trickdieben schützen.

Wie hoch barrierefreie Schalter und Steckdosen sein dürfen

Generell gilt, dass Schalter nicht höher als einen Meter über dem Fußboden angebracht werden sollten, besser sind 85 Zen­ti­me­ter Höhe. Für Steckdosen sind 40 Zen­ti­me­ter ideal, damit Rollstuhlfahrer sie ebenfalls problemlos erreichen können.

Orientierungsleuchten in Schaltern und Dosen oder auffällig gefärbte Rahmen sorgen für schnelles Auffinden. Für das Alter und eine eingeschränkte Motorik eignen sich große Tastflächen besonders gut.

Abend um 20 Uhr gehen die Rolläden automatisch runter

Mit einer modernen Gebäudesystemtechnik lassen sich verschiedene gebäudetechnische Komponenten miteinander vernetzen und automatisch in Betrieb nehmen. Dazu zählen beispielsweise die Rollläden, die zu bestimmten Zeiten oder auf Knopfdruck wie von selbst geöffnet und geschlossen werden.

Geleichzeitig lässt sich die Heizung, das Licht oder elektronische Geräte zentral programmieren und steuern. Sogar die Rauchmelder können in das System eingebunden und untereinander vernetzt werden.

Das hat den großen Vorteil, dass im Notfall alle Geräte gleichzeitig Alarm schlagen – was gerade bei Hörproblemen wichtig ist.  

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Das Gärtnern ist für viele Menschen ein Hobby und es ist eine echte Einschränkung, wenn dies im zunehmenden Alter nicht mehr klappt. Dabei ist es gar nicht so schwer, einen Garten barrierefrei zu gestalten, so dass er auch mit Rollstuhl oder Rollator noch Spaß macht.
„Barrierefreies Wohnen“ heißt ein Schlagwort unserer Zeit. Es geht darum, Häuser senioren- und behindertengerecht zu machen. Ob durch eine Rollstuhlrampe am Hauseingang oder eine Verbreiterung der Türen. Ob durch die Anbringung von Haltegriffen im Bad oder den Einbau einer Sitzwanne. Allerdings sind solche Umbauten nicht ganz billig. Nur gut, dass Sie die Kosten absetzen können.
Barrierearm, barrierefreundlich, altengerecht oder seniorengerecht: Wer seine Immobilie für die Bedürfnisse im Alter anpassen lässt, sollte sich auf diese Begriffe nicht verlassen. Sie beschreiben keine verbindlichen Standards, deshalb Bau- und Umbaumaßnahmen detailliert vereinbaren.

 meineimmobilie.de-Tipp

Will der Mieter seine Wohnung auf eigene Faust barrierefrei umbauen lassen, muss er bei Ihnen als Vermieter die Zustimmung einholen.

 

Ablehnen dürfen Sie nur, wenn durch den Umbau andere Mieter benachteiligt werden oder dadurch etwa der Verkaufswert des Hauses sinken würde.

 

Auf der anderen Seite können Sie jedoch zur Absicherung der Rückbaupflicht z.B. bei einen Treppenlift eine zusätzlich Sicherheit vom Mieter verlangen.