Dienstag, 04.11.2008 | Autor: heihec

Anreize für energetische Sanierung ausbauen

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News: Im Rahmen des Konjunkturprogramms möchte die Bundesregierung mehr Geld für Förderprogramme zur energetischen Sanierung zu Verfügung stellen. Die Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft (BSI) begrüßt die Pläne und fordert einige Verbesserung.

"Eine solche Verbesserung der finanziellen Rahmenbedingungen ist vor dem Hintergrund der klimapolitischen Anforderungen an Wohngebäude ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung", erklärte Lutz Freitag, Vorsitzender der BSI. Die große Bedeutung der KfW-Förderung zur Steigerung der Energieeffizienz bei Wohngebäuden zeige sich daran, dass allein in den ersten fünf Monaten im Jahr 2008 Investitionen von über 6,2 Miliarden Euro gefördert worden seien. Jedoch sollte es auch Wohnungseigentümergemeinschaften erleichtert werden, die KfW-Förderprogramme in Anspruch zu nehmen.

Weitere Forderungen der BSI an die Bundesregierung

Die steuerlichen Rahmenbedingungen für den energieeffizienten Wohnungsneubau sowie die energetische Bestandssanierung sollen auch verbessert werden. "Ermäßigte Mehrwertsteuersätze für das Bauen und Renovieren von Wohnungen würden die Verbraucher und die Immobilienwirtschaft erheblich entlasten", betonte Freitag. Dies würde die Bauinvestitionskosten reduzieren. Zusammen mit staatlichen Fördermaßnahmen wie dem KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramm würde ein niedrigerer Mehrwertsteuersatz Investitionen in den Gebäudebestand auslösen.

Auch eine Verbesserung der Abschreibungsmöglichkeiten sowie die Wiedereinführung des Paragrafen 82 a EstDV, der für die Absetzung der Herstellungskosten ist, wären weitere Anreize und böten insbesondere den privaten Vermietern weitere Wahlmöglichkeiten, ihren Gebäudebestand noch stärker als bisher und unter Beachtung der Wirtschaftlichkeit zu modernisieren. "Jede durch staatliche Förderung früher reduzierte Tonne CO2 ist ein Gewinn für den Klimaschutz", so der BSI-Vorsitzende.

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