Donnerstag, 16.04.2009 | Autor: mb, Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2008

Zu hohe Preise: Wirtschaftsminister zu Guttenberg ermahnt Gasversorger

Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2008
Deutsche Gasversorger bekommen eine Ermahnung vom Bundeswirtschaftsminister: Trotz sinkendem Ölpreis hätten die Unternehmen die günstigeren Tarife nicht in vollem Maße an die Kunden weitergegeben.

Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat die deutschen Gasversorger an bereits getroffene Vereinbarungen zur Preisentwicklung erinnert. Demnach sollten die Gasversorger die günstigen Preise auf dem Markt möglichst zügig an die Verbraucher weitergeben. Das sei nicht in allen Fällen geschehen: Einzelne deutsche Gasversorger geben etwa nur die Hälfte des Preisrückgangs beim Gaseinkauf an die Verbraucher weiter, hieß es in einer Pressemitteilung des Ministeriums.

"Ich erwarte, dass die Gasversorger die durch die Ölpreisentwicklung gesunkenen Gasbezugspreise in vollem Umfang und zeitnah an die Verbraucher weitergeben", sagte zu Guttenberg. "Bereits im Herbst 2008 wurde dies nach Gesprächen mit der Gaswirtschaft angemahnt. Bei Preismissbrauch sind die Kartellbehörden, vor allem der Länder gefordert, einzuschreiten."

Wahlmöglichkeit für Verbraucher

Das Bundesministerium weist darauf hin, dass die Verbraucher in vielen Regionen zwischen verschiedenen Gasversorgern wählen können. Durch die veränderten rechtlichen Bedingungen hätte die Regierung Voraussetzungen für mehr Wettbewerb geschaffen. "Die Verbraucher sollten bestehende Wechselmöglichkeiten umfassend nutzen", sagte zu Guttenberg.

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