Dienstag, 01.01.2008 | Autor: Haufe, Foto: © Less Cunliffe - Fotolia.com

Wohnflächenberechnung

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Im öffentlich geförderten Wohnungsbau wurde die Wohnfläche bisher nach den §§ 42 bis 44 der II. BV berechnet. Mit diesem Berechnungsprogramm können Sie die Wohnfläche nach der neuen Wohnflächenverordnung (WoFlV) berechnen, die zum 1.1.2004 in Kraft getreten ist (BGBl. I S. 2346).

Hier geht es zum Tool Wohnflächenrechner.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bruttowohnfläche 

Abzuziehende Flächen 

Flächenkontrolle 

Ergebnis 

Schaltflächen 

Allgemeine Hinweise / Rechte 


Für den freifinanzierten Wohnungsbau gilt die WoFlV nicht. Hier wurden bisher entweder die Regelungen der §§ 42 bis 44 der II. BV entsprechend angewandt; teilweise wird die Anwendung der DIN 283 empfohlen (Schmidt-Futterer/Langenberg, Mietrecht, nach § 556a BGB Rn. 3). Es ist zu erwarten, dass künftig die Regelungen der WoFlV entsprechend angewendet werden.

Bruttowohnfläche (Zurück zur Übersicht)

Es gibt für die verschiedenen Flächen (Grundfläche, Loggia Balkon ...) einer Wohnung separate Eingabefelder, in die Sie bitte die entsprechende Fläche in m2 eintragen. Die Grundfläche ist nach den Fertigmaßen zu ermitteln. Maßgeblich sind die lichten Maße zwischen den Bauteilen. Dabei ist von der Vorderkante der Bekleidung (z. B. einer Fußleiste) auszugehen. Fehlt eine solche Bekleidung, so ist der bauliche Abschluss zugrunde zu legen (§ 3 Abs. 1 WoFlV). Eine Ermittlung der Fläche nach einer Bauzeichnung ist ebenfalls möglich, wenn die Zeichnung für ein bauordnungsrechtliches Verfahren geeignet ist und die lichten Maße anhand der Bauzeichnung festgestellt werden können (§ 3 Abs. 4 WoFlV).

Die Wohnfläche einer Wohnung umfasst die Grundflächen der Räume, die ausschließlich zu dieser Wohnung gehören. Hierzu zählen auch Wintergärten, Schwimmbäder und ähnliche nach allen Seiten geschlossenen Räume sowie Balkone, Loggien, Dachgärten und Terrassen, wenn sie ausschließlich zu der Wohnung gehören (§ 2 WoFlV). Unbeheizte Wintergärten, Schwimmbäder und dergleichen sind zur Hälfte anzurechnen.

Balkone, Loggien, Dachgärten und Terrassen sind in der Regel zu einem Viertel, höchstens jedoch zur Hälfte anzurechnen.

Zubehörräume gehören nicht zur Wohnfläche. Hierzu zählen insbesondere Kellerräume, Abstellräume und Kellerersatzräume außerhalb der Wohnung, Waschküchen, Bodenräume, Trockenräume, Heizungsräume und Garagen.

Für Raumteile von geringerer als der normalen Raumhöhe gilt Folgendes (§ 4 Nr. 1 und 2 WoFlV):

  • Die Grundflächen von Räumen und Raumteilen mit einer lichten Höhe von mindestens 2 Metern sind vollständig anzurechnen.

  • Die Grundflächen von Räumen und Raumteilen mit einer lichten Höhe von mindestens 1 Meter und weniger als 2 Metern sind zur Hälfte anzurechnen.

  • Die Grundflächen von Räumen und Raumteilen mit einer lichten Höhe von weniger als 1 Meter sind nicht anzurechnen.

Abzuziehende Flächen (Zurück zur Übersicht)

Bei der Ermittlung der Grundfläche bleiben außer Betracht (§ 3 Abs. 3 WoFlV) die Flächen von

  • Schornsteinen, Vormauerungen, Bekleidungen, freistehenden Pfeilern und Säulen, wenn sie eine Höhe von mehr als 1,50 Meter aufweisen und ihre Grundfläche mehr als 0,1 Quadratmeter beträgt,

  • Treppen mit über drei Steigungen und deren Treppenabsätze,

  • Türnischen und

  • Fenster- und offenen Wandnischen, die nicht bis zum Fußboden herunterreichen oder bis zum Fußboden herunterreichen und 0,13 Meter oder weniger tief sind.


Flächenkontrolle (Zurück zur Übersicht)

In die Grundfläche sind einzubeziehen (§ 3 Abs. 2 WoFlV) die Flächen von

  • Tür- und Fensterbekleidungen sowie Tür- und Fensterumrahmungen,

  • Fuß-, Sockel und Schrammleisten,

  • fest eingebauten Gegenständen, wie z. B. Öfen, Heiz- und Klimageräten, Herden, Bade- oder Duschwannen,

  • freiliegenden Installationen,

  • Einbaumöbeln und

  • nicht ortsgebundenen, versetzbaren Raumteilern.


Ergebnis (Zurück zur Übersicht)

Die Registerkarte Ergebnis zeigt die Gesamtwohnfläche als Summe der Bruttowohnfläche abzüglich der abzuziehenden Flächen und zuzüglich der Flächenkontrolle.

Auf der Druckseite (über Schaltfläche Drucken) bzw. in der RTF-Datei (Schaltfläche RTF) werden Ihre Eingaben komplett mit ausgegeben.

Schaltfläche n(Zurück zur Übersicht)

Berechnen

Nach Eingabe Ihrer Daten und Betätigung der Schaltfläche Berechnen wird Ihnen das Ergebnis angezeigt.

Neue Eingabe

Klick auf Neue Eingabe löscht das Ergebnis und Ihre Eingaben, die Applikation wird auf ihren Ausgangszustand zurückgesetzt.

Drucken

Betätigung dieser Schaltfläche öffnet den Standard-Dialog Drucken, in dem Sie - ggf. nach Änderung von Druckeinstellungen - durch Klick auf die OK-Schaltfläche den Druck starten können.

In Textverarbeitung übernehmen

Nach Klick auf diese Schaltfläche werden die aktuell angezeigten Eingaben und Ergebnisse der Applikation in ein Dokument (Dateiformat: rtf) übernommen, welches automatisch in Ihrem Textverarbeitungsprogramm geöffnet und angezeigt wird. Das Dokument können Sie dann aus dem Textverarbeitungsprogramm heraus an beliebiger Stelle abspeichern.

Hilfe

Klick auf die Schaltfläche Hilfe öffnet die Hilfe-Datei zur Applikation.


Allgemeine Hinweise / Rechte (Zurück zur Übersicht)


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Eine falsche Wohnfäche: Das gibt es häufiger als Sie vielleicht denken. Ein paar Zentimeter sind noch kein Beinbruch. Ab einer Flächendifferenz von 10 % kann es allerdings für Sie teuer werden: Und das auch noch, nachdem Ihr Mieter längst ausgezogen ist. 
"Ein Milliardengeschenk für Vermieter!", so nannte der Mieterbund damals noch ein BGH-Urteil zur Wohnfläche, dass dem Vermieter eine "Toleranzgrenze" von 10 % zugestand, wenn er sich zu seinen Gunsten verrechnet hatte.   Doch mittlerweile haben sich die Zeiten geändert - und zwar zum Nachteil des Vermieters. Was tatsächlich dahinter steckt und wann sich Vermieter bei ihrer nächsten Mieterhöhung freuen können, lesen Sie jetzt auf meineimmobilie.de.
Falsch gemessen? Das kann teuer werden! Jedenfalls, wenn Sie sich um 10 % gegenüber der im Mietvertrag eingetragenen Fläche verrechnet haben. Welche Räume und Flächen Sie beim Berechnen mitzählen dürfen, regelt die Wohnflächenverordnung. So beispielsweise, was für Treppen, Abstellräume, Balkone oder Terrassen gilt.