Montag, 11.01.2016 | Autor: Heidi Hecht , Foto: © tinadefortunata - Fotolia.com

Vorsicht, Einbrecher: Wie Sie Ihr Eigentum selbst schützen können

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Worum geht´s
  • Wie Sie ihr Wohneigentum gegen Einbrecher schützen 
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Einbrecher haben keine Angst im Dunklen und machen auch keine Ferien. Ganz im Gegenteil: Sie nutzen die Dunkelheit und die Ferienzeit aus, um "ihrem Geschäft" nachzugehen. 

Genau zu diesen Zeiten herrscht nämlich Hochsaison bei den Langfingern, aber auch bei privaten Sicherheitsdiensten und Wachschützern. Zusätzlich werden auch immer mehr Privateigentümer aktiv und nehmen den Schutz ihres Eigentums zunehmend selbst in die Hand.

Schon mit relativ simplen und kostengünstigen Maßnahmen am Eigenheim können sich Immobilieneigentümer vor Einbrechern schützen.

Oft reichen diese Maßnahmen einigen Eigentümern jedoch nicht aus, weswegen sie private Sicherheitsfirmen beauftragen oder den Schutz einfach selbst in die Hand nehmen. Dies ist durchaus erlaubt, dennoch müssen einige Regeln eingehalten werden. In einer aktuellen Pressemitteilung geben ARAG Experten Tipps.

Eigentum selbst schützen: Was ist erlaubt und wo liegen die Grenzen?

Das Gewaltmonopol in Deutschland liegt bei der Polizei. Doch es gibt eine Grauzone: nach Auskunft der ARAG Experten ist im Paragraph 127 der Strafprozessordnung das sogenannte „Jedermann-Festnahmerecht“ festgeschrieben.

Danach kann jeder einen auf frischer Tat ertappten Einbrecher vorläufig festnehmen. Man macht sich dabei noch nicht einmal der Freiheitsberaubung strafbar, wenn sich das Festhalten des vermeintlichen Einbrechers als Irrtum erweist, man sich aber sicher war, eine Straftat beobachtet zu haben.

Die ARAG Experten weisen darauf hin, dass aber weder private Schützer noch Mitarbeiter von Sicherheitsfirmen behaupten dürfen, sie seien von der Polizei.

Einbrecher auf frischer Tat ertappt: Und jetzt?

Ist der Einbrecher auf frischer Tat ertappt und konnte er erfolgreich festgehalten werden, muss er umgehend der Polizei übergeben werden. Doch die ARAG Experten warnen davor, selbst zu versuchen, Einbrecher zu stellen, da die meist jungen Täter körperlich stärker und in Zweikämpfen erfahrener sein könnten.

Zwar dürfen Wachschützer legale Verteidigungsmittel, wie etwa Reizgas und Gummiknüppel, mit sich führen, aber diese dürfen ausschließlich zur Verteidigung eingesetzt werden. Wer dagegen verstößt und einem Einbrecher gegenüber Gewalt anwendet, muss mit einem Strafverfahren wegen Körperverletzung rechnen.

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Da läuft ein Wildfremder durch Ihre Wohnung, durchwühlt Ihre Schränke, reißt jede Schublade auf: Ein Einbruch in den geliebten und bis dahin sicheren vier Wänden hinterlässt bei den Betroffenen oft seine Spuren: Und damit sind nicht nur die danach oft nötigen Aufräumarbeiten gemeint! "Angst" und ein zerstörtes Sicherheitsgefühl sind das Thema. Um das wieder zurückzubekommen, ziehen die Einbruchopfer die unterschiedlichsten Konsequenzen: Die reichen vom Installieren von Schutzvorrichtungen über die Beratung bei der Polizei bis hin zum Umzug. 
Topstory: Alle zwei Minuten wird in Deutschland eingebrochen. Deshalb ist ein guter Einbruchschutz von Vorteil. Für die Sicherheit in einer Mietwohnung ist dabei überwiegend der Mieter verantwortlich - aber auch der Vermieter haftet.
Bald beginnt die Ferienzeit und damit auch die Hochsaison für Einbrecher. Damit „my home“ auch „my castle“ bleibt und wird, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, den Einbruchschutz zu verbessern, meint Jörg Stroisch, Chefredakteur von meineimmobilie.de, in seiner Kolumne.

 meineimmobilie.de-Tipp

Ob unter der Bezeichnung Ordnungspartnerschaft, Sicherheitswacht oder freiwilliger Polizeidienst – bundesweit gibt es diverse Kooperationen, die ein gemeinsames Ziel haben: Das Eigentum zu schützen und Kriminellen das Handwerk zu legen.

 

Und sofern sich diese Gruppierungen an rechtsstaatlichen Grundsätzen orientieren, können sie in der Tat dazu beitragen, Eigentum sicher zu machen.